1. Was ist Wechselendoprothetik?
Die Wechselendoprothetik ist das Verfahren, in dem ein bereits implantiertes künstliches Gelenk (Endoprothese) durch ein neues künstliches Gelenk ersetzt wird.
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2. Wann muss eine Endoprothese gewechselt werden?
Tritt eine Infektion auf oder wird das Gelenk durch einen Unfall o.ä. geschädigt, ist die Wechselendoprothetik nötig. Der häufigste Grund ist aber, dass das künstliche Gelenk sich lockert, d.h. dass sich die Verbindung zwischen Endoprothese und Knochen löst.
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3. Wie kommt es zu dieser Lockerung?
Baut sich der Knochen ab, ist die Verbindung automatisch gelockert. Der Knochenabbau wiederum ist z.B. eine Alterserscheinung oder kann aufgrund einer Erkrankung auftreten.
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4. Woran erkenne ich, dass mein künstliches Gelenk getauscht werden muss?
Achten Sie auf Symptome wie Instabilität, Bewegungseinschränkungen oder wiederauftretende Schmerzen.
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5. Ich habe keinerlei Beschwerden, muss ich die Endoprothese trotzdem untersuchen lassen?
Es kommt vor, dass eine Lockerung der Endoprothese vorliegt, von der der*die Patient*in nichts mitbekommt. Eine regelmäßige Kontrolle bei der Orthopädin oder dem Orthopäden ist daher wichtig.
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6. Muss eine Endoprothese zwangsläufig nach einer bestimmten Zeit gewechselt werden?
Ob eine Wechselendoprothetik nötig ist, hängt von vielen Faktoren ab, z.B. Alter und Gewicht des Patient*innen, Belastung der Endoprothese, aber auch Qualität des künstlichen Gelenks. Durchschnittlich fünf bis zehn Prozent der Patient*innen benötigen nach zehn Jahren eine neue Endoprothese.
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7. Wie häufig wird in Deutschland eine Wechselendoprothetik durchgeführt?
Knapp 400.000 Menschen bekommen jährlich in Deutschland ein künstliches Hüft- oder Kniegelenk. Bei etwa 37.000 Patient*innen jährlich wird eine Wechselendoprothetik durchgeführt.
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8. Muss bei einem Wechsel immer die ganze Endoprothese getauscht werden?
Nein. Oft reicht es aus, nur einzelne verschlissene Teile zu wechseln.
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9. Wie unterscheidet sich der Heilungsverlauf vom Verlauf nach dem ersten Gelenkersatz?
Werden nur einzelne Teile ersetzt, ist sofort eine volle Belastung möglich. Jedoch ist der vollständige Ersatz im Vergleich aufwändiger, die Heilung dauert daher bei einer vollständigen Wechselendoprothetik länger.
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10. Kann eine Endoprothese ein natürliches Gelenk voll ersetzen?
Nein, obwohl alle gewöhnlichen Bewegungsabläufe mit Endoprothese möglich sind, ersetzt es das natürliche Gelenk nicht vollständig. Einige Sportarten sollten mit Endoprothese nicht ausgeübt werden, z.B. Kampf- oder Ballsportarten. Bei erhöhter Sturzgefahr ist besondere Vorsicht geboten. Außerdem ist beim Tragen von Lasten darauf zu achten, dass diese nie mehr als 20 Prozent des eigenen Körpergewichts betragen.















