Die Beschwerden bei Lebertumoren treten meist im späten Stadium auf. Besteht der Verdacht auf Lebermetastasen oder primären Leberkrebs, werden eine Reihe gezielter Untersuchungen durchgeführt, wie:
- Blut- und Ultraschalluntersuchungen
- Computer- und Kernspintomographie
- Entnahme von Gewebeproben
Im weiteren Verfahren wird festgestellt, ob die Leber mit einzelnen (solitären) oder mehreren (multiplen) Tumoren besetzt ist, beziehungsweise welche Krebsart möglicherweise für die Tumoren verantwortlich ist.
Anschließend folgt die Therapie, bei der Ärzt*innen generell zwischen zwei Arten unterscheiden:
- Kurative Therapie: Ziel der Therapie ist die Heilung.
- Palliative Therapie: Bei der palliativen Behandlung von Lebermetastasen ist das Ziel die lokale Tumorzerstörung, Symptomlinderung bzw. Symptomvermeidung und Verlängerung der Lebenszeit, da eine Heilung der Leber nicht möglich ist.
Zu den Therapieverfahren, die Lebermetastasen und Leberkrebs entfernen oder deren Verbreitung stoppen, gehören unter anderem:
- Chemotherapie: Die Chemotherapie wird meist zur palliativen Behandlung angewandt. Bestimmte Wirkstoffe, sogenannte Zytostatika, verhindern Wachstum und Verbreitung der bösartigen Tumoren. Die Wirkstoffe gelangen mittels einer Infusion in die Blutbahnen.
- externe Strahlentherapie: Stereotaxie (exakte Lokalisierung und Bestrahlung des Tumors)
- Radiofrequenzablation/Mikrowellenablation: Zerstörung des bösartigen Gewebes durch Hitzezufuhr)
- interstitielle Brachytherapie: Zerstörung des Tumors von innen mit Hilfe einer Strahlenquelle, die in den Tumor eingeführt wird
- transarterieller Chemoembolisation: TACE – bei diesem Verfahren kombiniert der Arzt oder die Ärztin die Gabe von Medikamenten mit der gezielten Verstopfung von Arterien, um die Sauerstoffzufuhr zu stoppen
Die Durchführung thermoablativer Verfahren (Radiofrequenzablation und Mikrowellenablation) oder strahlentherapeutischer Verfahren ist ähnlich effektiv wie eine chirurgische Entfernung des Tumors.