Wenn bei Kindern oder Jugendlichen Diabetes diagnostiziert wurde, sollte der erste Behandlungsschritt in einem spezialisierten Diabetes-Zentrum erfolgen. Dort wird die erste Einstellung der Insulintherapie vorgenommen und das Kind und die Eltern werden im Umgang mit der Krankheit geschult.
Das ist gerade am Anfang wichtig:
- Diabetes beim Kind ist Familiensache – nach Möglichkeit sollten sowohl Mutter als auch Vater geschult werden, damit nicht ein Elternteil die ganze Last trägt.
- Dem eigenen Kind Spritzen zu geben, ist nicht einfach. Väter und Mütter müssen lernen, ihre Ängste dabei nicht auf das Kind zu übertragen.
Psychologische Unterstützung
Die Diagnose Diabetes bei Kindern ist für die ganze Familie ein Schicksalsschlag, der verarbeitet werden muss. Das braucht Zeit und professionelle Unterstützung. Deshalb gehören in vielen Diabetes-Zentren Psychologen zum „Diabetes-Team“.
Im Idealfall ist das Diabetes-Team Begleiter während der gesamten Kindheit und Jugendzeit und steht Eltern und Betroffenen bei allen Veränderungen zur Seite.
Wissen wohin im Notfall
Bei einer Diabetes-Erkrankung sollte im Notfall (Unterzuckerung, Überzuckerung, Insulin-Fehldosierung) eine Klinik mit spezialisierter Diabetes-Behandlung aufgesucht oder telefonisch kontaktiert werden. Eltern und Kinder ab einem bestimmten Alter sollten wissen, wo die nächstgelegene entsprechende Klinik ist. Vor Reisen sollte man sich informieren, wohin man sich im Notfall wenden kann.
Eine Übersicht bietet die Klinikliste der Deutschen Diabetes Gesellschaft