Zur Hauptnavigation springen Zum Seiteninhalt springen Zu den Footer Quicklinks springen Zum Footer springen
0800 44 55 888
  • Presse
  • Karriere
  • Mediathek
  • Investor Relations
  • Kontakt
  • Kontraststärke

    Verstärken Sie den Kontrast für eine leichtere Leseerfahrung.

    Schriftgröße anpassen

    Halten Sie auf Ihrer Tastatur die Taste STRG gedrückt und betätigen Sie gleichzeitig die Plus- (+) oder Minus-Taste (-), um die Schrift größer oder kleiner zu stellen. Mit STRG und 0 gelangen Sie wieder zur Ausgangsgröße.

MEDICLIN
Kontakt
Menü
  • Unsere Einrichtungen
    & Experten
    Unsere Einrichtungen & Experten
    Krankenhäuser
    Reha-Kliniken
    • Reha-Guide: Alles Wichtige auf einen Blick
    • Wunsch- und Wahlrecht
    • Reha beantragen
    • Podcast zum Thema Reha
    Pflegeheime
    • Pflegegrad beantragen
    • Pflegearten
    Facharzt- und Therapiezentren

    Einrichtungsfinder

    Finden Sie die passende MEDICLIN-Einrichtung

    Expertenfinder

    Unsere Expertinnen und Experten

    MEDICLIN DIRECT

    Ambulante Reha und Therapie vor Ort

    MEDICLIN HOME

    Unsere digitalen Therapieangebote

  • Ratgeber
    Gesundheit
    Ratgeber Gesundheit Tipps und Infos rund um Gesundheit und Medizin
    • Psyche & Körper
    • Nerven & Gehirn
    • Gefäße & Blut
    • Innere Organe & Stoffwechsel
    • Rücken & Gelenke
    • Herz & Lunge
    • Gesundheit im Alter
    • Fit für den Alltag

    Der MEDICLIN Podcast

    Wir sprechen mit Expert*innen zu Themen rund um Medizin und Gesundheit

  • Medizinische
    Schwerpunkte
    Medizinische Schwerpunkte Unsere Schwerpunkte
    Orthopädie
    Herzmedizin
    Neuromedizin
    Altersmedizin (Geriatrie)
    Psychosomatik & Psychiatrie
    • Akutpsychosomatik
    Weitere Spezialisierungen
    Reha nach Corona - Übersicht
    • Krankheitsbild Long COVID / Post-COVID
    • Post-COVID-Therapiekonzept
    • Studie zur Long COVID-Reha
    • Podcasts Long COVID
    • Corona und Fatigue (Erschöpfungssyndrom)
    • Long-COVID-Reha beantragen
    • Post-COVID-Schwerpunkt-Kliniken

    Expertenfinder

    Unsere Expert*innen auf einen Blick

    Der MEDICLIN Podcast

    Wir sprechen mit Expert*innen zu Themen rund um Medizin und Gesundheit

  • Über
    MEDICLIN
    Über MEDICLIN
    Über uns
    • DAS IST REHA. Moderne Medizin, die Leben verändert.
    • Reha-Forschung bei MEDICLIN
    • Das MEDICLIN-Expertenboard
    • Partizipative Reha
    Vorstand & Management
    Karriere
    Aktuelles & Veranstaltungen
    Servicegesellschaften
    MEDICLIN - Ihr Partner
    Zahlen & Fakten
    Qualität & Sicherheit
    Haltung & Werte
    • Compliance

    Mehr Komfort in der Klinik

    Exklusive Serviceleistungen für Ihren Aufenthalt

    Mediathek

    Broschüren und Flyer zum Herunterladen

  • Suche
  • Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine Nachricht: 0800 44 55 888 Kontaktformular
  • Start
  • Ratgeber Gesundheit
  • Psyche & Körper
  • Binge-Eating-Störung: Ursachen, Symptome, Behandlung
Weibliche Person steht nachts vor dem geöffneten Kühlschrank Zurück
  • Themen auf der Seite
  • Was ist Binge-Eating?
  • Ursachen
  • Symptome
  • Folgen
  • Diagnose
  • Behandlung
  • Rehabilitation
  • Verlauf und Prognose
  • Was Angehörige tun können
  • Wo bekomme ich Hilfe?
  • Unsere Expertin
  • Kliniken für Binge-Eating-Störungen
Teilen:

Binge-Eating-Störung: Ursachen, Symptome, Behandlung

Essanfälle, Kontrollverlust und Schamgefühle – die Binge-Eating-Störung ist eine Essstörung, die für die Betroffenen sehr belastend sein kann und oft lange unbemerkt bleibt. Essanfälle treten häufig in belastenden Situationen oder bei Stress auf. Hier erfahren Sie mehr über Ursachen, Symptome, Behandlung und Heilungschancen. 

Was ist Binge-Eating (Ess-Sucht)?

Die Binge-Eating-Störung ist eine Essstörung, bei der Betroffene regelmäßig Essanfälle haben. Während eines Essanfalls wird in kurzer Zeit eine große Menge an Nahrung gegessen, oft sehr schnell und ohne Hunger. Viele Betroffene haben dabei das Gefühl, die Kontrolle über ihr Essverhalten zu verlieren.

Im Gegensatz zur Bulimie versuchen Betroffene nach einem Essanfall in der Regel nicht, die aufgenommenen Kalorien durch Erbrechen, Abführmittel oder exzessiven Sport auszugleichen. Deshalb leiden viele Menschen mit Binge-Eating-Störung unter Übergewicht oder Adipositas, aber nicht alle Betroffenen sind übergewichtig.

Die Essanfälle werden häufig von starken Gefühlen wie Scham, Schuld oder Niedergeschlagenheit begleitet. Die Binge-Eating-Störung ist die häufigste Essstörung und betrifft Frauen und Männer.

Ursachen der Binge-Eating-Störung

Weibliche Person sitzt auf der Fensterbank und sieht traurig aus.

Die Binge-Eating-Störung hat meist mehrere Ursachen. Häufig spielen psychische Belastungen, Stress, negative Gefühle oder ein geringes Selbstwertgefühl eine wichtige Rolle. Essen wird dann von Betroffenen manchmal genutzt, um mit belastenden Gefühlen wie Traurigkeit, Stress, Einsamkeit oder innerer Anspannung umzugehen.

Diäten können die Entstehung einer Binge-Eating-Störung begünstigen. Wer über längere Zeit sehr wenig isst oder sich viele Lebensmittel verbietet, hat häufiger Heißhunger und Essanfälle. Dadurch kann ein Kreislauf aus Diät, Essanfall und Schuldgefühlen entstehen.

Auch das Geschlecht spielt eine Rolle: Mädchen und Frauen sind etwa doppelt so häufig von einer Binge-Eating-Störung betroffen wie Jungen und Männer. Grundsätzlich kann die Erkrankung jedoch bei beiden Geschlechtern auftreten.

Darüber hinaus können gesellschaftliche Schönheitsideale, Übergewicht in der Kindheit, familiäre Belastungen sowie genetische Faktoren eine Rolle spielen.

Mögliche Ursachen sind zum Beispiel:

  • Stress und psychische Belastungen 
  • negative Gefühle wie Traurigkeit, Wut oder Einsamkeit 
  • geringes Selbstwertgefühl 
  • Diäten und stark eingeschränktes Essverhalten 
  • Übergewicht in der Kindheit oder Jugend 
  • familiäre Konflikte oder belastende Lebensereignisse 
  • gesellschaftliche Schönheitsideale 
  • genetische Veranlagung

Symptome einer Binge-Eating-Störung

Menschen mit Binge-Eating-Störung leiden unter wiederkehrenden Essanfällen, bei denen sie in kurzer Zeit große Mengen an Nahrung essen und das Gefühl haben, die Kontrolle zu verlieren.

Typische Symptome sind zum Beispiel:

  • wiederkehrende Essanfälle 
  • sehr schnelles Essen 
  • Essen ohne Hungergefühl 
  • Essen bis zu einem unangenehmen Völlegefühl 
  • Essen großer Mengen an Nahrung in kurzer Zeit 
  • Essanfälle finden oft heimlich statt 
  • Scham- und Schuldgefühle nach dem Essen 
  • depressive Stimmung 
  • starkes Übergewicht oder Gewichtszunahme 
  • häufige Diäten ohne langfristigen Erfolg
  • negative Einstellung zum eigenen Körper bzw. Gewicht
  • aus Verlegenheit über die Essensmenge nicht in Gesellschaft anderer zu essen
Portät Rebecca Knoche

Viele Betroffene schämen sich für ihre Essanfälle und ziehen sich zurück. Gerade deshalb ist es wichtig zu wissen, dass die Erkrankung behandelbar ist.

Chefärztin der Klinik für Kinder- und Jugendpsychosomatik in der MEDICLIN Seepark Klinik

Folgen der Binge-Eating-Störung für den Körper

Durch die wiederkehrenden Essanfälle und das häufig damit verbundene Übergewicht kann es zu verschiedenen gesundheitlichen Folgen kommen.

Körperliche Folgen bei Übergewicht:

  • Bluthochdruck 
  • Diabetes mellitus Typ 2 
  • Fettstoffwechselstörungen 
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen 
  • Gelenkprobleme 
  • Schäden am Skelett und Bewegungsapparat
  • Schlafstörungen 
  • Gicht
  • Krampfadern

Psychosoziale Folgen des Binge-Eatings:

Die Essanfälle lösen bei vielen Betroffenen Schuld- und Schamgefühle aus. Viele schämen sich für ihr Essverhalten und versuchen daher, die Essanfälle vor anderen zu verbergen. Menschen mit Binge-Eating-Störung und Übergewicht leiden häufig zusätzlich unter Scham wegen ihres Körpers. Negative Reaktionen aus dem Umfeld können diese Gefühle verstärken und dazu führen, dass sich Betroffene immer mehr zurückziehen und sozial isolieren.

Bewegung und Sport, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken könnten, werden von Menschen mit Übergewicht oft nicht nur wegen körperlicher Beschwerden vermieden, sondern auch aus Scham über den eigenen Körper. Dadurch kann ein Kreislauf entstehen, in dem sich Essanfälle, Schamgefühle und sozialer Rückzug gegenseitig verstärken.

Auch psychische Folgen können auftreten, zum Beispiel:

  • Depressionen 
  • Angststörungen 
  • geringes Selbstwertgefühl 

Wann sollte man Hilfe suchen?

Essanfälle kommen bei vielen Menschen gelegentlich vor. Wenn Essanfälle jedoch regelmäßig auftreten, sehr belastend sind oder mit starkem Leidensdruck verbunden sind, kann eine Binge-Eating-Störung dahinterstecken. In diesem Fall sollte professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden.

Sie sollten ärztliche oder psychologische Hilfe suchen, wenn:

  • Essanfälle regelmäßig auftreten 
  • Sie das Gefühl haben, die Kontrolle über Ihr Essverhalten zu verlieren 
  • Sie sehr schnell und ohne Hunger große Mengen essen 
  • Sie aus Stress, Frust oder Traurigkeit essen 
  • Sie sich nach dem Essen schämen oder schuldig fühlen 
  • Sie stark zugenommen haben 
  • Sie immer wieder Diäten machen, aber trotzdem Essanfälle haben 
  • Sie sich wegen Ihres Essverhaltens zurückziehen 
  • Angehörige oder Freunde sich Sorgen machen 

Erste Anlaufstellen können die Hausärztin oder der Hausarzt, eine psychotherapeutische Praxis oder eine Beratungsstelle sein. Dort kann abgeklärt werden, ob eine Binge-Eating-Störung vorliegt und welche Behandlung sinnvoll ist.

Männliche Person steht auf einer Waage
Person greift sich an Speckfalte in Taille

Diagnose der Binge-Eating-Störung

Wenn der Verdacht auf eine Binge-Eating-Störung besteht, sollte eine Ärztin, ein Arzt oder eine Psychotherapeutin bzw. ein Psychotherapeut aufgesucht werden. Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser sind die Behandlungschancen.

Zu Beginn der Diagnostik findet ein ausführliches Gespräch statt. Dabei geht es unter anderem um das Essverhalten, mögliche Essanfälle, das Gewicht sowie die psychische Situation der betroffenen Person. Häufig werden auch Fragebögen eingesetzt, um das Essverhalten genauer einzuschätzen.

Zusätzlich werden körperliche Untersuchungen durchgeführt, um den Gesundheitszustand zu überprüfen und mögliche Folgen der Erkrankung festzustellen. Da die Binge-Eating-Störung häufig mit Übergewicht, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen oder Diabetes verbunden ist, werden auch mögliche Begleiterkrankungen abgeklärt.

Zur Diagnostik gehören zum Beispiel:

  • ausführliches ärztliches oder psychologisches Gespräch
  • Fragen zum Essverhalten und zu Essanfällen
  • Fragebögen zum Essverhalten
  • Messung von Größe und Gewicht
  • Berechnung des Body-Mass-Index (BMI)
  • Blutdruckmessung
  • Blutuntersuchungen, z. B. zur Bestimmung von Blutzucker- und Blutfettwerten
  • gegebenenfalls weitere Untersuchungen zur Abklärung von Folge- und Begleiterkrankungen

Außerdem wird geprüft, ob weitere psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen vorliegen, da diese häufig zusammen mit einer Binge-Eating-Störung auftreten.

Wann spricht man von einer Binge-Eating-Störung?

Die Diagnose gilt als gesichert, wenn wiederkehrende Essanfälle auftreten und dabei mindestens drei der folgenden Merkmale vorliegen:

  • schnelleres Essen als gewöhnlich
  • Essen bis zu einem unangenehmen Völlegefühl
  • Essen trotz fehlenden Hungergefühls
  • Essen aus Scham oder Verlegenheit allein
  • Schuldgefühle, Niedergeschlagenheit oder Ekel nach einem Essanfall

Weiterführende Untersuchungen

Je nach Beschwerden und Gesundheitszustand können weitere Untersuchungen notwendig sein, um Begleiterkrankungen oder gesundheitliche Folgen der Binge-Eating-Störung zu erkennen. Dazu gehören beispielsweise:

  • Laboruntersuchungen, unter anderem zur Erkennung von Diabetes oder Fettstoffwechselstörungen
  • EKG und Langzeit-EKG zur Untersuchung der Herzfunktion
  • Langzeit-Blutdruckmessungen bei Verdacht auf Bluthochdruck
  • Ultraschalluntersuchungen, zum Beispiel zur Abklärung einer Fettleber
  • Echokardiografie (Herzultraschall)
  • Lungenfunktionsprüfungen

Behandlung der Binge-Eating-Störung

Patientin bei der Psychotherapie im Gespräch mit einer Therapeutin

Die Binge-Eating-Störung ist eine behandelbare Erkrankung. Ziel der Behandlung ist es, die Essanfälle zu reduzieren, ein regelmäßiges Essverhalten zu entwickeln und die psychischen Ursachen der Erkrankung zu behandeln. Wenn Übergewicht oder Folgeerkrankungen vorliegen, wird auch das Körpergewicht und die körperliche Gesundheit in die Behandlung einbezogen.

Wichtige Bestandteile der Behandlung sind:

  • Psychotherapie 
  • Ernährungstherapie 
  • Bewegungstherapie 
  • medizinische Betreuung 
  • bei Bedarf Medikamente 
  • bei Kindern und Jugendlichen: Einbeziehung der Familie

Die Psychotherapie ist der wichtigste Bestandteil der Behandlung. Betroffene lernen dabei, Essanfälle besser zu verstehen, Auslöser zu erkennen und neue Strategien im Umgang mit Stress und belastenden Gefühlen zu entwickeln. Häufig wird eine kognitive Verhaltenstherapie eingesetzt.

Psychotherapeutische Behandlungen können auch online, zum Beispiel per Videosprechstunde, stattfinden. Online-Angebote können eine Behandlung vor Ort ergänzen und den Zugang zur Therapie erleichtern.

In der Ernährungstherapie lernen Betroffene, wieder regelmäßig und ausgewogen zu essen. Ziel ist es, Heißhunger und Essanfälle zu vermeiden und ein normales Essverhalten zu entwickeln. Strenge Diäten sind dabei nicht sinnvoll, da sie Essanfälle begünstigen können.

In der Lehrküche werden alltagstaugliche Gerichte mit passenden Portionsmengen und einer ausgewogenen Lebensmittelauswahl zubereitet. Die Patientinnen und Patienten lernen, Hunger und Sättigung wieder bewusst wahrzunehmen und sich beim Essen wieder stärker am eigenen Körpergefühl zu orientieren. 

Beim Löffeltraining wird das Einschätzen von Portionsgrößen geübt. Die Patientinnen und Patienten lernen, übliche Portionsmengen besser einzuschätzen und ein Gefühl für angemessene Portionen zu entwickeln.

Bewegung kann helfen, das Körpergefühl zu verbessern und die Gesundheit zu fördern. Ziel ist dabei nicht in erster Linie das Abnehmen, sondern ein gesunder und regelmäßiger Umgang mit Bewegung.

Portät Rebecca Knoche

In der Therapie lernen Betroffene, ihre Essanfälle besser zu verstehen und neue Strategien im Umgang mit Stress und belastenden Gefühlen zu entwickeln.

Chefärztin der Klinik für Kinder- und Jugendpsychosomatik in der MEDICLIN Seepark Klinik

Bei der Körperbildarbeit lernen Sie, auf Ihren Körper bezogene negative Gedanken zu identifizieren und zu verändern. Es sollen negative Gefühle und Einstellungen dem eigenen Körper gegenüber abgebaut werden. Durch gezielte Übungen unterstützen die Therapeut*innen Sie, auch positive Aspekte Ihres Körpers zu entdecken.

Ergänzend können weitere Therapieangebote eingesetzt werden, beispielsweise Tanztherapie, Musiktherapie oder Entspannungsverfahren. 

Gemeinsam mit Ihrem behandelnden Arzt bzw. Ihrer behandelnden Ärztin reflektieren Sie regelmäßig Ihren Behandlungsverlauf und die gesetzten Therapieziele. Zudem wird der körperliche Gesundheitszustand ärztlich überwacht, zum Beispiel Blutdruck, Blutzucker und Blutfettwerte. Wenn Begleiterkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder Fettstoffwechselstörungen vorliegen, werden diese ebenfalls behandelt.

Die Therapie kann ambulant, in einer Tagesklinik oder stationär in einer spezialisierten Klinik erfolgen. Welche Behandlungsform sinnvoll ist, hängt von der Schwere der Erkrankung und den körperlichen Folgen ab.

Nach der Behandlung ist eine Nachsorge wichtig, um Rückfälle zu vermeiden und den Behandlungserfolg langfristig zu sichern.

Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen

Magersucht beginnt häufig bereits im Jugendalter und kann die körperliche und psychische Entwicklung stark beeinträchtigen. Warum eine frühzeitige Behandlung besonders wichtig ist und welche Besonderheiten es bei Kindern und Jugendlichen gibt, erfahren Sie auf unserer Übersichtsseite zum Thema Essstörungen.

Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen

Rehabilitation bei einer Binge-Eating-Störung

Patientin mit Therapeutin bei der Ernährungstherapie

Eine Rehabilitation kann Menschen mit Binge-Eating-Störung dabei unterstützen, ihr Essverhalten langfristig zu stabilisieren und wieder mehr Sicherheit im Alltag und Berufsleben zu gewinnen. Ziel ist es, Essanfälle zu reduzieren, besser mit belastenden Gefühlen umzugehen und Rückfällen vorzubeugen.

Während der Reha lernen die Patientinnen und Patienten, regelmäßige Mahlzeiten in ihren Alltag zu integrieren und neue Wege im Umgang mit Stress, Frust oder emotionalen Belastungen zu entwickeln. Häufig werden auch Begleiterkrankungen wie Übergewicht, Diabetes oder Bluthochdruck mitbehandelt.

Voraussetzung für eine Rehabilitation ist, dass die Betroffenen körperlich ausreichend stabil sind und ihren Alltag bereits in vielen Bereichen selbstständig bewältigen können. Die Reha soll dabei helfen, die psychische und körperliche Gesundheit weiter zu stärken und die Rückkehr in ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu unterstützen.

Musiktherapie - zwei Patienten beim Trommeln mit Therapeutin
Bewegungstherapie in der Gruppe im Freien

Nachsorge: Stabil bleiben nach der Binge-Eating-Therapie

Nach der Behandlung ist eine kontinuierliche Nachsorge wichtig, um den Behandlungserfolg langfristig zu sichern. Regelmäßige ambulante ärztliche oder psychotherapeutische Betreuung kann helfen, Rückfälle frühzeitig zu erkennen und das Essverhalten dauerhaft zu stabilisieren. Auch Selbsthilfegruppen unterstützen Betroffene dabei, langfristig stabil zu bleiben.

Eingang MEDICLIN Seepark Klinik

MEDICLIN Seepark Klinik: Spezialklinik für Essstörungen

Die MEDICLIN Seepark Klinik hat sich auf die Behandlung von Essstörungen wie Magersucht, Bulimie, Binge-Eating und Adipositas spezialisiert. Hier werden Patient*innen sowohl akut als auch rehabilitativ behandelt. 

Zur Aufnahme in die Klinik gibt es keine Gewichtsunter- oder Obergrenzen. Somatische Begleiterkrankungen werden mit hoher internistischer Fachkompetenz mitbehandelt. Neben der klassischen stationären Therapie sind auch ambulante oder teilstationäre Therapien möglich.

Zur Klinik-Webseite

Verlauf und Prognose bei Binge-Eating

Der Verlauf einer Binge-Eating-Störung kann sehr unterschiedlich sein. Viele Betroffene können durch eine Therapie lernen, Essanfälle zu reduzieren und ihr Essverhalten langfristig zu verändern. Dennoch dauert die Behandlung oft länger, da nicht nur das Essverhalten, sondern auch die zugrunde liegenden psychischen Belastungen behandelt werden müssen.

Ohne Behandlung kann die Binge-Eating-Störung über viele Jahre bestehen bleiben und zu körperlichen und psychischen Folgeerkrankungen führen. Mit einer geeigneten Therapie verbessern sich die Beschwerden jedoch bei vielen Betroffenen deutlich.

Rückfälle können vorkommen und sind nicht ungewöhnlich. Sie bedeuten nicht, dass die Behandlung erfolglos war, sondern zeigen, dass weiterhin Unterstützung notwendig sein kann. Eine Nachsorge kann helfen, den Behandlungserfolg langfristig zu stabilisieren und Rückfälle frühzeitig zu erkennen.

Grundsätzlich gilt: Je früher die Binge-Eating-Störung erkannt und behandelt wird, desto besser sind die Behandlungschancen.

Was Angehörige tun können

Angehörige bemerken oft, dass eine nahestehende Person sehr viel isst, stark zunimmt oder unter ihrem Essverhalten leidet. Vielen Betroffenen ist ihr Essverhalten sehr unangenehm, sie schämen sich und versuchen, ihre Essanfälle zu verbergen. Für Angehörige ist es daher oft nicht leicht, das Thema anzusprechen.

Wenn Sie den Verdacht haben, dass eine Person in Ihrem Umfeld an einer Binge-Eating-Störung leidet, sollten Sie das Gespräch ruhig und wertschätzend suchen. Wichtig ist, keine Vorwürfe zu machen und die betroffene Person nicht unter Druck zu setzen. Die Essanfälle sind kein Zeichen von mangelnder Disziplin, sondern Ausdruck einer Erkrankung.

Angehörige können zum Beispiel:

  • das Gespräch suchen und ihre Sorgen ruhig ansprechen 
  • zuhören und die betroffene Person ernst nehmen 
  • keine Vorwürfe machen und keinen Druck ausüben 
  • nicht ständig das Essverhalten kontrollieren 
  • die betroffene Person ermutigen, professionelle Hilfe zu suchen 
  • Unterstützung bei der Suche nach Ärzt*innen und Therapeut*innen anbieten 
  • gemeinsame Arzt- oder Beratungstermine anbieten 
  • Geduld haben, da die Behandlung Zeit braucht 

Auch für Angehörige kann die Situation belastend sein. Deshalb ist es wichtig, sich selbst Unterstützung zu holen, zum Beispiel bei Beratungsstellen oder Selbsthilfegruppen.

Wo bekomme ich Hilfe?

Hilfsangebote und Beratungsstellen
  • Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit
    Infotelefon zu Essstörungen:  0221-89 20 31
    Sprechzeiten: Montag-Donnerstag: 10 - 22 Uhr / Freitag-Sonntag: 10 - 18 Uhr
  • Beratung für Betroffene und Angehörige ANAD e.V.
    www.anad.de/beratung
  • Beratungsstellen in Ihrer Nähe finden:
    www.bundesfachverbandessstoerungen.de
    www.bzga-essstoerungen.de
Dr. Rebecca Knoche

Unsere Expertin: Dr. Rebecca Knoche

Dieser Ratgebertext entstand in Zusammenarbeit mit Dr. Rebecca Knoche, Chefärztin der Klinik für Akutpsychosomatik für Kinder und Jugendliche sowie der Rehabilitationsklinik für Kinder-, Jugend- und Familienpsychosomatik und Psychotherapie an der MEDICLIN Seepark Klinik. Sie verfügt über langjährige Erfahrung in der Behandlung von Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen, darunter Bulimie, Anorexie ohne untere Gewichtsbegrenzung, Adipositas per magna und Binge-Eating-Störungen, und begleitet auch die betroffenen Familien therapeutisch.

Kliniken für Binge-Eating-Störungen

MEDICLIN Seepark Klinik
  • Reha-Klinik, Krankenhaus

    MEDICLIN Seepark Klinik

  • Tel.:  +49 5824 21 0
  • Kontakt aufnehmen
  • Bad Bodenteich, Niedersachsen
Zur Einrichtungsseite
MEDICLIN Kliniken Bad Wildungen
  • Krankenhaus, Reha-Klinik

    MEDICLIN Kliniken Bad Wildungen

  • Tel.:  +49 5621 796 0
  • Kontakt aufnehmen
  • Bad Wildungen-Reinhardshausen, Hessen
Zur Einrichtungsseite
MEDICLIN Müritz-Klinikum
  • Krankenhaus

    MEDICLIN Müritz-Klinikum

  • Tel.:  +49 3991 77 0
  • Kontakt aufnehmen
  • Waren (Müritz), Mecklenburg-Vorpommern
Zur Einrichtungsseite
MEDICLIN Klinik an der Lindenhöhe
  • Krankenhaus

    MEDICLIN Klinik an der Lindenhöhe

  • Tel.:  +49 781 9192 0
  • Kontakt aufnehmen
  • Offenburg, Baden-Württemberg
Zur Einrichtungsseite
Zurück zur Übersicht

Ähnliche Beiträge

Magersucht (Anorexia nervosa): Ursachen, Symptome & Behandlung

Magersucht (Anorexia nervosa): Ursachen, Symptome & Behandlung

Beitrag lesen
Essstörungen in der Pubertät: Dr. Rebecca Knoche gibt Eltern Rat

Essstörungen in der Pubertät: Dr. Rebecca Knoche gibt Eltern Rat

Beitrag lesen
Essstörungen: Magersucht, Bulimie, Binge-Eating

Essstörungen: Magersucht, Bulimie, Binge-Eating

Beitrag lesen
Bulimie (Bulimia nervosa): Ursachen, Symptome & Behandlung

Bulimie (Bulimia nervosa): Ursachen, Symptome & Behandlung

Beitrag lesen

Diese Seite teilen

Facebook LinkedIn Xing WhatsApp

Karriere und Ausbildung

  • Arbeiten bei MEDICLIN

Service

  • Mediathek
  • Zahlen & Fakten
  • Erklärung zur Barrierefreiheit

Kontakt

  • Kontaktformular
  • Einrichtungsfinder

Über MEDICLIN

  • Über den Konzern
  • Aktuelles

Folgen Sie uns:

  • Facebook
  • Instagram
  • Youtube
  • LinkedInd

Zu MEDICLIN gehören bundesweit 31 Kliniken, sechs Pflegeeinrichtungen und zehn Medizinische Versorgungszentren. MEDICLIN verfügt über rund 8.200 Betten/Pflegeplätze und beschäftigt rund 9.900 Mitarbeiter*innen (Stand: Juni 2025).

MediClin
© 2026 MEDICLIN AG, Offenburg - Ein Unternehmen der Asklepios Gruppe
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Cookie Einstellungen
nach oben