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Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Dank verbesserter Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten lässt sich Brustkrebs heute in vielen Fällen erfolgreich behandeln. Daher sollten Frauen auf Brustkrebs-Symptome achten und alle Möglichkeiten der Früherkennung nutzen.
Brustkrebs (Fachbegriff Mammakarzinom) ist eine bösartige Krebserkrankung des Brustgewebes und bei Frauen die häufigste Krebserkrankung: Etwa eine von acht Frauen erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Meist sind Frauen nach den Wechseljahren von Brustkrebs betroffen.
Wird Brustkrebs frühzeitig entdeckt, sind die Behandlungsmöglichkeiten und die Prognose in vielen Fällen gut. Frauen haben Anspruch auf regelmäßige Untersuchungen zur Brustkrebsfrüherkennung. Zwischen 50 und 75 Jahren können sie zusätzlich alle zwei Jahre am Mammographie-Screening teilnehmen.
Unabhängig vom Alter ist es sinnvoll, mögliche Anzeichen von Brustkrebs zu kennen und Veränderungen der Brust ärztlich abklären zu lassen. Auch Männer können an Brustkrebs erkranken, allerdings ist die Erkrankung deutlich seltener, als bei Frauen.
Nicht jede Veränderung in der Brust wird von Krebs hervorgerufen. Verhärtungen, Schwellungen oder Knoten haben häufig harmlose Ursachen. Falls man eine solche Veränderung im Brustgewebe ertastet, sollte ein Arzt oder eine Ärztin dennoch schnellstmöglich abklären, ob es sich um eine gutartige Veränderung oder um Symptome von Brustkrebs handelt.
Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland. Etwa eine von acht Frauen erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Jedes Jahr erhalten rund 76.000 Frauen die Diagnose Brustkrebs. Auch Männer können erkranken, allerdings deutlich seltener.
Das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter. Gleichzeitig können auch jüngere Frauen betroffen sein. Dank verbesserter Früherkennung und moderner Behandlungsmöglichkeiten sind die Heilungs- und Überlebenschancen heute in vielen Fällen gut.
Veränderungen im Brustgewebe können völlig harmlos aber auch Vorstufen von Brustkrebs (Präkanzerosen) sein. Dank moderner Untersuchungsverfahren kann man diese Vorstufen häufig an kleinen Kalkablagerungen gut erkennen. Es ist wichtig zu wissen, dass sich diese Vorstufen nicht zwangsläufig zu Brustkrebs entwickeln. Ob und wie diese Vorstufen behandelt werden, ist von der Art der Veränderung und dem persönlichen Brustkrebsrisiko der Patientin abhängig. Das Vorgehen muss immer im Einzelfall entschieden werden.
Brustkrebs wird nach Entstehungsort und Stadium der Erkrankung unterteilt. In 70 bis 80 Prozent geht der Brustkrebs von den Milchgängen aus. Man spricht in diesen Fällen von einem duktalen Mammakarzinom. Bei einem lobulären Mammakarzinom hat der Brustkrebs seinen Ursprung in den Milchdrüsen. Ein lobuläres Mammakarzinom findet man in 10 bis 15 Prozent der Brustkrebsfälle vor.
Für die Einteilung in ein Stadium berücksichtigen Ärzt*innen unter anderem die Größe und Ausbreitung des Tumors, ob Lymphknoten befallen sind und ob Fernmetastasen vorliegen. Deshalb lässt sich das Stadium nicht allein anhand der Tumorgröße bestimmen.
UICC Stadien des Brustkrebses
In frühen Stadien lässt sich Brustkrebs häufig erfolgreich behandeln. Mit zunehmender Ausbreitung der Erkrankung verschlechtert sich in der Regel die Prognose.
Die Forschung entdeckt immer mehr Unterschiede zwischen den verschiedenen Brustkrebsarten. Diese Merkmale sind häufig unsichtbar und können nur durch spezielle Untersuchungen festgestellt werden. Sie können jedoch entscheidend für die Therapie der Erkrankung sein. Beispielsweise gibt es Brustkrebsarten, die unter dem Einfluss des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen wachsen. Mithilfe von Medikamenten, die diese Wirkung des Östrogens blockieren, können diese Formen des Brustkrebses sehr gut behandelt werden. Weitere Eigenschaften der Krebszellen können ebenfalls beeinflussen, welche Behandlung infrage kommt. Bei bestimmten Formen von Brustkrebs können beispielsweise zielgerichtete Therapien oder Immuntherapien eingesetzt werden.
Der inflammatorische Brustkrebs ist eine seltene, aber aggressive Form des Mammakarzinoms.
Inflammatorisch bedeutet entzündlich. Der inflammatorische Brustkrebs wird jedoch nicht von einer normalen Entzündung ausgelöst - diese wird ja durch die körpereigene Abwehr in Gang gesetzt, um Krankheitserreger zu bekämpfen. Im Verlauf des inflammatorischen Geschehens kommt es zu Rötung, Schwellung, Überwärmung und zu Schmerzen im betroffenen Gewebe.
Genau solche Entzündungssymptome treten auch beim inflammatorischen Brustkrebs auf. Aber beim inflammatorischen Brustkrebs werden die Entzündungssymptome von Krebszellen in den Lymphgefäßen der Brusthaut hervorgerufen. Er entsteht bei ein bis fünf Prozent aller neu diagnostizierten Patientinnen mit Mammakarzinom.
Es ist sehr wichtig, einen inflammatorischen Brustkrebs von einer Brustentzündung diagnostisch zu unterscheiden, denn der inflammatorische Brustkrebs kann sich unter einer normalen antientzündlichen Therapie verschlimmern.
Ein Mammakarzinom entsteht wie andere Krebsarten auch, durch die Entartung normaler Körperzellen. Unter Entartung versteht man Veränderungen des Erbguts der Zellen, die dazu führen, dass eine Körperzelle ihre Funktion und spezifische Struktur verliert und sich dafür „ungebremst“ vermehren kann: eine Krebszelle ist geboren. Ihre Vermehrung führt zum Wachstum von Krebs. Wie es genau zur Entartung der Zellen kommt, weiß man in der Regel nicht. Aber man kennt verschiedene Faktoren, die das Risiko für eine Entartung von Zellen erhöhen. Bei Brustkrebs handelt es sich vor allem um folgende Risikofaktoren:
Brustkrebs kann verschiedene Veränderungen und Symptome verursachen. Bei diesen Brustkrebs-Symptomen sollten Sie sich umgehend von einem Arzt oder einer Ärztin untersuchen lassen:
Viele Frauen sind zutiefst beunruhigt, wenn sie bei der Selbstuntersuchung Veränderungen des Brustgewebes bemerken oder solche Veränderungen des Brustgewebes im Rahmen der Früherkennungsuntersuchungen entdeckt werden. Die Veränderung sagt aber noch nicht aus, ob es sich wirklich um ein Mammakarzinom handelt. Darüber können nur weiterführende Untersuchungen Aufschluss geben.
Besteht der Verdacht auf Brustkrebs, stehen verschiedene Untersuchungsverfahren zur Verfügung. Welche davon eingesetzt werden, hängt unter anderem vom Alter und vom jeweiligen Befund ab.
Bestätigt sich der Verdacht auf Brustkrebs, wird untersucht, um welche Art des Mammakarzinoms es sich handelt, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist und welche Therapie am besten geeignet ist.
Bei der Therapie eines Mammakarzinoms unterscheidet man zwischen kurativer und palliativer Therapie. Die kurative Therapie hat die Heilung der Patientin oder des Patienten zum Ziel. Dafür können, wenn nötig, auch belastende Behandlungen eingesetzt werden.
Wenn keine realistische Aussicht auf Heilung besteht, verfolgt die Behandlung palliative Ziele. Die palliative Therapie soll das Fortschreiten der Erkrankung möglichst lange kontrollieren, Beschwerden lindern, die Lebensqualität erhalten oder verbessern und – wenn möglich – die Lebenserwartung verlängern. Welche Behandlungen dafür eingesetzt werden, richtet sich nach der individuellen Situation der Patientin oder des Patienten.
Welche Therapie bei Brustkrebs infrage kommt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören das Stadium der Erkrankung, die Lage des Tumors und die biologischen Eigenschaften der Krebszellen. Auch das Alter, der allgemeine Gesundheitszustand und mögliche Vorerkrankungen der Patientin oder des Patienten spielen bei der Therapieplanung eine Rolle.
Wird Brustkrebs früh erkannt, lässt er sich in vielen Fällen erfolgreich behandeln.
Heutzutage wird, wann immer möglich, schonend und brusterhaltend operiert. Im Rahmen der Operation wird häufig auch untersucht, ob Lymphknoten in der Achselhöhle von Krebszellen befallen sind. Dafür werden meist gezielt die sogenannten Wächterlymphknoten (Sentinel-Lymphknoten) untersucht. Ob und wie viele weitere Lymphknoten entfernt werden müssen, hängt vom individuellen Befund ab. Bei bestimmten Patient*innen kann heute auf eine umfangreichere Entfernung der Achsellymphknoten verzichtet werden.
Häufig wird die Operation mit anderen Therapieverfahren wie der Strahlentherapie, Chemotherapie, Antihormontherapie oder zielgerichteten Therapien kombiniert, um das Risiko eines Rückfalls zu senken.
Bestimmte Therapien können bereits vor der Operation eingesetzt werden. Diese sogenannte neoadjuvante Therapie kann den Tumor verkleinern und dadurch eine brusterhaltende Operation ermöglichen oder erleichtern. Sie ist insbesondere bei bestimmten HER2-positiven und triple-negativen Mammakarzinomen ein wichtiger Bestandteil der Behandlung. Wie gut der Tumor auf die Therapie anspricht, zeigt außerdem, ob die Behandlung nach der Operation angepasst oder durch weitere Therapien ergänzt werden sollte.
Die Strahlentherapie ist ein wichtiger Bestandteil der Brustkrebsbehandlung und wird häufig mit anderen Therapieverfahren kombiniert. Die energiereiche Strahlung schädigt Krebszellen und verhindert, dass sie sich weiter teilen.
Nach einer brusterhaltenden Operation wird die betroffene Brust in der Regel bestrahlt. Dadurch soll das Risiko verringert werden, dass der Krebs an derselben Stelle erneut auftritt. Bei bestimmten Patient*innen mit einem sehr niedrigen Rückfallrisiko kann nach individueller Abwägung auf eine Bestrahlung verzichtet werden.
Auch nach einer vollständigen Entfernung der Brust kann je nach individuellem Rückfallrisiko eine Strahlentherapie sinnvoll sein.
Bei lokal fortgeschrittenem oder nicht operablem Brustkrebs sowie bei Metastasen kann die Strahlentherapie ebenfalls zum Einsatz kommen.
Bei einer Chemotherapie werden Medikamente eingesetzt, die das Wachstum und die Teilung von Krebszellen hemmen. Da die Medikamente im ganzen Körper wirken, zählt die Chemotherapie zu den systemischen Therapien.
Sie kann vor oder nach einer Operation eingesetzt werden. Vor der Operation kann sie den Tumor verkleinern und das Ansprechen auf die Behandlung sichtbar machen. Nach der Operation soll sie das Risiko senken, dass sich aus möglicherweise noch vorhandenen Krebszellen ein Rückfall oder Metastasen entwickeln. Auch bei fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs kann eine Chemotherapie eingesetzt werden.
Ob eine Chemotherapie sinnvoll ist, hängt unter anderem von den Eigenschaften des Tumors, dem Erkrankungsstadium und dem individuellen Rückfallrisiko ab.
Viele Mammakarzinome wachsen unter dem Einfluss der weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und/oder Progesteron. Bei diesen hormonrezeptorpositiven Tumoren kann eine Antihormontherapie das Wachstum der Krebszellen bremsen. Je nach Situation kommen unterschiedliche Medikamente zum Einsatz, die entweder die Wirkung der Hormone an den Krebszellen blockieren oder die Bildung von Östrogen im Körper hemmen.
Bei bestimmten Patient*innen kann die Antihormontherapie mit einer zielgerichteten Therapie, beispielsweise mit sogenannten CDK4/6-Hemmern, kombiniert werden. Welche Behandlung geeignet ist, hängt unter anderem davon ab, ob der Brustkrebs früh oder fortgeschritten ist, wie hoch das Rückfallrisiko ist und ob die Wechseljahre bereits eingesetzt haben.
Zielgerichtete Therapien setzen an bestimmten Eigenschaften oder Signalwegen der Krebszellen an. Ob eine solche Behandlung infrage kommt, hängt daher von den biologischen und genetischen Merkmalen des Tumors ab. Diese werden anhand von Gewebeproben und bei bestimmten Fragestellungen durch weitere molekulare oder genetische Untersuchungen bestimmt.
Bei HER2-positivem Brustkrebs können beispielsweise Medikamente eingesetzt werden, die gezielt gegen das HER2-Protein wirken. Weitere zielgerichtete Therapien richten sich gegen andere Merkmale oder Veränderungen der Krebszellen. Auch moderne Antikörper-Wirkstoff-Konjugate spielen bei bestimmten Formen von Brustkrebs eine zunehmend wichtige Rolle. Bei Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten dient ein Antikörper als eine Art Transportmittel: Er erkennt bestimmte Merkmale der Krebszellen und bringt einen daran gekoppelten Wirkstoff gezielt zu ihnen.
Welche zielgerichtete Therapie infrage kommt, hängt von der Art des Brustkrebses, dem Erkrankungsstadium und den individuellen Tumormerkmalen ab.
Eine Immuntherapie unterstützt das körpereigene Immunsystem dabei, Krebszellen zu erkennen und zu bekämpfen. Sie kommt bei Brustkrebs nur bei bestimmten Tumorarten und Krankheitssituationen infrage.
Eine wichtige Rolle spielt die Immuntherapie heute insbesondere beim triple-negativen Brustkrebs (TNBC). Bei bestimmten Patient*innen mit frühem triple-negativem Brustkrebs kann sie bereits vor der Operation zusammen mit einer Chemotherapie eingesetzt und nach der Operation fortgeführt werden. Auch bei fortgeschrittenem oder metastasiertem triple-negativem Brustkrebs kann eine Immuntherapie unter bestimmten Voraussetzungen infrage kommen.
Alle Brustkrebs-Therapien können Nebenwirkungen verursachen und mit Risiken behaftet sein. Bei der Auswahl und der Kombination der Verfahren müssen im Einzelfall daher immer Risiken und Nutzen gegeneinander abgewogen werden.
Nach der akut-medizinischen Brustkrebsbehandlung finden regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen statt. Sie helfen dabei, einen möglichen Rückfall oder einen neuen Tumor in der anderen Brust zu erkennen. Gleichzeitig können Ärzt*innen Beschwerden sowie mögliche Neben- und Spätfolgen der Behandlung feststellen und behandeln.
Zur Nachsorge gehören unter anderem das ärztliche Gespräch, die körperliche Untersuchung und regelmäßige Mammographien. Je nach Befund können weitere Untersuchungen hinzukommen. Auch psychische oder soziale Belastungen können bei den Terminen angesprochen werden.
Treten neue Beschwerden oder auffällige Befunde auf, werden diese gezielt weiter untersucht. Bei Patient*innen ohne Beschwerden werden dagegen Untersuchungen wie CT, PET oder Knochenszintigrafie nicht routinemäßig eingesetzt, um nach Fernmetastasen zu suchen.
Die Krankheit „Brustkrebs“ aber auch manche Therapien haben erhebliche Folgen für den Körper und die Psyche der Betroffenen. In der Phase der Akut-Therapie nehmen die Patient*innen diese Folgen häufig kaum wahr, weil die aktuellen Ereignisse und Herausforderungen sie zu sehr in Anspruch nehmen. Erst nach Abschluss der akut-medizinischen Therapie werden sich viele Betroffene bewusst, wie sehr Erkrankung und Behandlungen sie belastet haben.
Mögliche Folgen einer Brustkrebserkrankung und der onkologischen Akuttherapie:
In vielen Fällen kann eine Anschlussrehabilitation (AHB) und Rehabilitation bei Brustkrebs in einer entsprechenden Fachklinik die Genesung der Patient*innen unterstützen, bei der Bewältigung der psychischen und physischen Krankheitsfolgen helfen, die Erholung beschleunigen und den Betroffenen den Weg zurück in ihren Alltag erleichtern.
Das Angebot der Fachkliniken, die eine Rehabilitation nach Brustkrebs anbieten, kann sich unterscheiden. Die meisten bieten jedoch folgendes an:
Eine medizinische Rehabilitation kann Sie dabei unterstützen, wieder zu Kräften zu kommen und in Ihren Alltag zurückzufinden. Nicht alle Folgen der Erkrankung und Behandlung lassen sich während der Reha-Zeit vollständig bewältigen. Die Reha kann jedoch Strategien vermitteln, die Sie auch nach der Rehabilitation im Alltag weiter nutzen können.
Brustkrebs lässt sich heute in vielen Fällen erfolgreich behandeln. Besonders bei einer frühen Diagnose sind die Aussichten günstig. Verbesserungen bei Früherkennung und Behandlung haben dazu beigetragen, dass die Sterblichkeit an Brustkrebs in den vergangenen Jahrzehnten gesunken ist.
Zur Vorbeugung von Brustkrebs gilt es vor allem, die typischen Risikofaktoren für Krebserkrankungen zu vermeiden: Einige Risikofaktoren für Brustkrebs lassen sich beeinflussen. Dazu gehören insbesondere regelmäßige Bewegung, ein gesundes Körpergewicht, möglichst wenig Alkohol und der Verzicht auf Rauchen. Auch eine ausgewogene Ernährung gehört zu einem gesundheitsförderlichen Lebensstil. Viele der Tipps für Patient*innen mit Brustkrebs (s.o.) helfen Ihnen auch bei der Vorbeugung der Erkrankung. Aber auch die gesündeste Lebensweise kann eine Erkrankung an Brustkrebs nicht zu hundert Prozent verhindern. Daher ist die Früherkennung eines Brustkrebses so wichtig.
Je eher ein Brustkrebs erkannt wird, desto besser stehen seine Chancen auf Heilung, daher bietet Ihnen Ihre Gynäkologin oder Ihr Gynäkologe Früherkennungsuntersuchungen an. Wenn nahe Angehörige bereits jung an einem Mammakarzinom erkrankt sind oder Brustkrebs vermehrt in Ihrer Familie auftritt, können Sie sich beraten lassen, ob eine genetische Untersuchung für Sie sinnvoll ist und/oder in Frage kommt.
Frauen zwischen 50 und 75 Jahren können alle zwei Jahre am Mammographie-Screening teilnehmen. Dabei werden Röntgenaufnahmen beider Brüste erstellt, um Brustkrebs möglichst früh zu erkennen – noch bevor Beschwerden oder tastbare Veränderungen auftreten. Die Teilnahme am Mammographie-Screening ist freiwillig und wird von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
Regelmäßiges Abtasten hilft Ihnen, Ihre Brust besser kennenzulernen. So können Ihnen Veränderungen wie Knoten, Verhärtungen oder Auffälligkeiten an Haut und Brustwarze eher auffallen.
Die Selbstuntersuchung ist jedoch keine Früherkennungsuntersuchung und ersetzt weder die gynäkologische Untersuchung noch das Mammographie-Screening. Wenn Sie eine Veränderung bemerken, sollten Sie diese zeitnah ärztlich abklären lassen.
Welche Rolle spielen Stress oder psychische Belastungen bei der Entstehung von Brustkrebs?
Viele Betroffene stellen sich diese Frage, die Antwort ist nicht einfach. Das Zusammenspiel zwischen Körper und Seele ist komplex und noch nicht gänzlich erforscht. Gut wissenschaftlich belegt ist heutzutage, dass (lange anhaltender) Stress ein Gesundheitsrisiko darstellt – zum Beispiel für die Entstehung von Herz-/Kreislauferkrankungen. Für den Zusammenhang zwischen Stress und Krebs gibt es bislang aber keine eindeutige Antwort: Studien kommen hier zu widersprüchlichen Ergebnissen. Ziemlich sicher kann man sagen, dass Stress vermutlich nicht der Hauptfaktor in der Krebsentstehung ist, sondern dass andere Ursachen hier eine wesentlich größere Rolle spielen. Ganz von der Hand weisen lässt sich ein Zusammenhang aber auch nicht.
Letztlich sind bei einer Krebserkrankung aber alle Aspekte des menschlichen Lebens auf die eine oder andere Weise beteiligt und betroffen: körperliche und seelische Faktoren, aber auch die äußeren Umstände und sozialen Beziehungen spielen eine Rolle und müssen in einer umfassenden Behandlung beachtet werden.
Wie kann mir eine rehabilitative Therapie nach der akutmedizinischen Behandlung helfen?
Eine Krebsdiagnose ist – oft im wahrsten Sinne – ein einschneidendes Erlebnis mit möglichen Auswirkungen für Körper, Geist und Seele. In der akuten Behandlungsphase bleibt oft keine Zeit, sich darüber ausreichend Gedanken zu machen: da muss man einfach funktionieren!
Die onkologische Rehabilitation bietet erprobte Konzepte zur Behandlung der krebs- und therapiebedingten Gesundheitsstörungen – und sie bietet den Raum, sich gedanklich neu zu „sortieren“, die Krankheit zu verarbeiten, um wieder im Alltag durchzustarten!
Ein gesunder Lebensstil kann das Rezidivrisiko (Risiko von Rückfällen) verringern und das körperliche und seelische Wohlbefinden verbessern. Dazu gehören eine gesunde Ernährung, Bewegung und möglichst wenig Alkohol. Raucher*innen sollten das Rauchen aufgeben. Wenn dies schwerfällt, kann Ihnen Ihre Ärztin oder Ihr Arzt mit besonderen Programmen helfen. Fragen Sie in Ihrer Hausarztpraxis danach.
Die Erkrankung an Brustkrebs kann eine tiefe psychologische Krise bei den Patient*innen verursachen. Scheuen Sie sich nicht, professionelle Hilfe zu suchen. Neben Psycholog*innen, gibt es auch gemeinnützige Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen, die Sie bei der Bewältigung dieser Krise unterstützen.
Eine gesunde Ernährung besteht vor allem aus viel frischem Gemüse, Obst, Vollkornprodukten und wertvollen pflanzlichen Ölen. Mageres Fleisch, vor allem Geflügel, Eier, Milchprodukte und Fisch in Maßen ergänzen die frischen Mahlzeiten. Tierische Fette, hochverarbeitete Fertigprodukte sowie Salz und Zucker sollten eher sparsam verwendet werden. Wenn Sie sich bislang anders ernährt haben, kann die Umstellung auf eine gesunde Küche anfangs eine Herausforderung sein. Am besten gehen Sie die Sache spielerisch mit Neugier und Experimentierfreude an. Hier ein paar Tipps: