Die Familien helfen sich gegenseitig. Bei dieser Therapieform leben drei oder vier Familien vier Wochen lang zusammen in der Klinik. Der feste Wochenplan enthält u. a.
- Gruppengespräche,
- Interaktionszeiten von Eltern und Kindern,
- Therapieelemente wie Musik-, Kunst- und Ergotherapie.
Begleitet wird die Gruppe von Ärzten, Psychologen, Sozialpädagogen, Fachtherapeuten und Pflegekräften.
Ein Großteil der Hilfe leisten sich die Familien jedoch gegenseitig. Sie merken, dass sie mit ihren Problemen nicht allein sind und erleben sich als kompetent, wenn sie anderen Eltern einen Rat geben können. Ärzte und Therapeuten im MEDICLIN Müritz Klinikum sehen die Eltern als Experten und Coach.
Wertschätzende Kommunikation
Eltern lernen in der Multifamilientherapie wertschätzende Kommunikation, u. a. wie
- sie ihr Kind richtig loben und belohnen können.
- man konsequent ist und warum das so schwer ist.
- sie die Wahrnehmung stärker auf positive Momente richten.
Die Umsetzung des Gelernten erfolgt dann oft im Miteinander der Familien.
Reflexionsrunden in der Multifamilientherapie
Immer wieder sind Reflexionsrunden zwischengeschaltet, in denen die Gruppe bespricht, wie der Tag gelaufen ist und ob die gesetzten Ziele erreicht wurden. Die Therapeuten setzen Impulse, stellen Verhaltensmuster in Frage oder stärken hilfreiche Ideen.