Abnehmen: Ernährungsumstellung und Bewegung statt Diät und Pillen
Gerade bei Kindern ist der Umgang mit Übergewicht schwierig. Medikamente zum Abnehmen, die schon bei Erwachsenen Probleme verursachen, sind bei übergewichtigen Kindern tabu. Auch normale Diäten lösen die eigentlichen Probleme nicht. Ohne Umstellung der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten ist die Gewichtsabnahme nicht von langer Dauer. Der bekannte „Jojo-Effekt“ ist bei Kindern mit Übergewicht problematischer als bei Erwachsenen. Wenn Kinder bereits frühzeitig die Erfahrung machen, dass Gewichtsreduzierung keine langfristigen Erfolge mit sich bringt, behindert das dauerhafte Umstellungen der Ernährungsgewohnheiten, ist frustrierend und kann bis zu ernsthaften Depressionen führen.
Erfolg versprechend sind langfristige Konzepte, die ein neues Energiegleichgewicht anstreben. Dazu müssen Kinder mit Übergewicht lernen, welche Nahrungsmittel dick machen und was sie ohne negative Folgen essen können. Die Ernährungserziehung muss durch mehr Bewegung und Sport ergänzt werden. Oft müssen Kinder die Freude an körperlicher Aktivität erst wieder lernen. Sport muss Vergnügen sein und keine Belastung. Dass diese Umstellung der Lebensgewohnheiten auch zu einer Gewichtsabnahme führt, ist ein positiver Nebeneffekt. Aber die Waage steht nicht im Mittelpunkt der Bemühungen - sie dokumentiert nur den Erfolg beim Kampf gegen das Übergewicht.