Die Essstörungen Bulimie und Magersucht sind psychische Fehlentwicklungen, die überwiegend bei jungen Frauen auftreten. Ursachen für eine Essstörung können genetisch oder biologisch sowie persönlichkeits- oder soziokulturell bedingt sein. Menschen mit Essstörungen haben ein gestörtes Körper- und Selbstwertgefühl. Für viele ist die Essstörung eine Art Gewinn, sie ist existenziell notwendig. In der Therapie geht es daher zunächst darum, den Betroffenen ihre Essstörung so darzustellen, dass sie sie auch selbst loslassen möchten.
Menschen mit Essstörungen haben meist Begleiterkrankungen
Durch die Essstörung kommt es zu medizinischen Begleiterscheinungen, wie organmedizinische Komplikationen oder Untergewicht, die ein lebensbedrohliches Ausmaß erreichen können. Eine gemeinsame internistisch-psychosomatische Station ist sinnvoll zur Behandlung. Auch psychiatrische Erkrankungen zusätzlich zur Essstörung sind häufig und sollten in einer Therapie mitbehandelt werden. Eine umfassende Behandlung ist bei der Komplexität der Essstörungen nur in der stationären Psychotherapie umsetzbar. Bei anorektischen (magersüchtigen) Patienten führt meist die körperliche Gefährdung zur Entscheidung, in eine Klinik zu gehen, während bulimische Patienten unter ihrem Kontrollverlust beim Essverhalten leiden.






