Zielgruppen der geriatrischen Reha
Hier sind die häufigsten Situationen, in denen eine geriatrische Reha sinnvoll und möglich ist:
1. Ältere Menschen nach einem Krankenhausaufenthalt
Viele ältere Patient*innen benötigen nach einem Krankenhausaufenthalt, beispielsweise nach einer Operation oder einer akuten Erkrankung, eine umfassende Rehabilitation. Die geriatrische Reha hilft ihnen, sich zu erholen und wieder in ihren Alltag zurückzufinden.
2. Patient*innen mit chronischen Erkrankungen
Ältere Menschen, die an chronischen Erkrankungen wie Herzinsuffizienz, Diabetes, chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) oder rheumatischen Erkrankungen leiden, können von einer geriatrischen Reha profitieren. Sie erhalten spezielle Therapien, um ihre Lebensqualität zu verbessern.
3. Menschen mit Mobilitäts- und Funktionsverlust
Seniorinnen und Senioren, die Schwierigkeiten haben, sich zu bewegen oder alltägliche Aktivitäten zu bewältigen, hilft die geriatrische Reha, wieder mobiler und selbständiger zu werden.
4. Patient*innen nach einem Schlaganfall oder Sturz
Nach einem Schlaganfall oder einem schweren Sturz ist die geriatrische Reha entscheidend, um die Bewegungsfähigkeit und das Gleichgewicht zu verbessern sowie das Risiko weiterer Stürze zu minimieren.
5. Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen
Ältere Menschen, die an Demenz oder anderen kognitiven Störungen leiden, können durch spezielle kognitive Trainingsprogramme in der geriatrischen Reha Unterstützung erhalten. Diese Programme helfen, das Gedächtnis und andere geistige Fähigkeiten zu stärken.
6. Patient*innen mit Multimorbidität
Viele ältere Menschen leiden an mehreren Krankheiten gleichzeitig. Die geriatrische Reha bietet eine ganzheitliche Betreuung und Therapie, die auf die komplexen Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten mit Multimorbidität abgestimmt ist.
Voraussetzungen für eine geriatrische Reha
Diese Bedingungen müssen erfüllt sein, damit Sie eine geriatrische Rehabilitation in Anspruch nehmen können:
- Höheres Lebensalter (mindestens 70 Jahre)
Um eine geriatrische Reha in Anspruch nehmen zu können, müssen Sie 70 Jahre oder älter sein. - Mehrfacherkrankungen (Multimorbidität)
Es müssen mehrere (mindestens zwei) Erkrankungen gleichzeitig bestehen (Multimorbidität). - Eine Reha muss medizinisch notwendig sein
Sie benötigen eine ärztliche Empfehlung. Ihr behandelnder Arzt/Ihre behandelnde Ärztin im Krankenhaus oder ambulanten Umfeld wird sie eingehend untersuchen und beurteilen, ob eine geriatrische Reha sinnvoll und medizinisch notwendig ist. Hier erfahren Sie, wie Sie eine Reha beantragen: Reha-beantragen: So geht’s - Rehabilitationsfähigkeit
Sie sollten in der Lage sein, aktiv an einem Rehabilitationsprogramm teilzunehmen, was stabile Vitalfunktionen, ausreichende kognitive Fähigkeiten und physische Belastbarkeit voraussetzt. Zudem dürfen keine schwerwiegenden medizinischen Probleme wie fortgeschrittene Demenz oder ein schwerer Dekubitus (Druckgeschwür) vorliegen, die die Rehabilitation behindern könnten. - Positive Rehabilitationsprognose
Die Erfolgsaussichten der Rehabilitation sollten positiv und die Ziele in einem realistischen Zeitrahmen erreichbar sein. - Abschluss einer akuten Behandlungsphase
Vor Beginn der Rehabilitation sollte die akute Phase der Erkrankung oder des postoperativen Zustands abgeschlossen sein.