Dr. med. Bernd Mössinger ist emeritierter Chefarzt der Fachklinik für Atemwegserkrankungen, Allergien und Schlafmedizin an der MEDICLIN Albert Schweitzer Klinik in Königsfeld in Baden-Württemberg.
Wann sollte man bei einer Grippe unbedingt ärztlichen Rat einholen?
Treten starke Beschwerden auf oder halten die Symptome ungewöhnlich lange an, ist es ratsam, ärztlichen Rat einzuholen. Besonders gefährdet sind Personen mit Vorerkrankungen oder einem geschwächten Immunsystem.
Warum sind Kinder und ältere Menschen besonders anfällig für Influenza?
Kinder und ältere Menschen haben ein schwächer ausgeprägtes Immunsystem. Dadurch fällt es ihrem Körper schwerer, sich gegen Viren zu wehren, was das Risiko für schwere Krankheitsverläufe erhöht.
Welche Rolle spielen antivirale Medikamente in der Behandlung und für wen sind sie besonders sinnvoll?
Antivirale Medikamente können den Krankheitsverlauf abschwächen und Komplikationen vorbeugen. Sie sind besonders für Menschen mit chronischen Erkrankungen oder einem geschwächten Immunsystem sinnvoll, da diese ein höheres Risiko für schwere Verläufe haben.
Welche langfristigen gesundheitlichen Folgen kann eine schwere Influenza-Erkrankung haben?
In schweren Fällen kann eine Grippe langfristige Organschäden verursachen, z. B. an Herzmuskel oder Lunge.
Gibt es spezielle Empfehlungen für Menschen, die beruflich oder privat viel Kontakt mit Risikogruppen haben?
Wer regelmäßig mit Risikogruppen in Kontakt kommt, sollte sich jährlich gegen Grippe impfen lassen. Zudem sind Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen und das Tragen einer Maske in bestimmten Situationen sinnvoll, um eine Ansteckung zu vermeiden.