Wie man aktiv werden kann gegen Risiken im Alter erklärt Prof. Dr. med. Stefan Rupp, Chefarzt für Orthopädie und Rheumatologie an den MEDICLIN Bliestal Kliniken in Blieskastel. Immer mehr Menschen werden immer älter. Dies stellt uns vor Herausforderungen: „Das erhöhte Sturzrisiko und Knochenbruchrisiko im Alter wird vielfach unterschätzt“, sagt Chefarzt Stefan Rupp. „Dabei bedroht ein Sturzereignis Mobilität und Selbstständigkeit. Oft führt es zur Pflegebedürftigkeit.“
Älter werden – das bedeutet sehr oft auch, dass Menschen gebrechlicher werden. „Die Häufigkeit von Stürzen und speziell für das höhere Lebensalter typischen Knochenbrüchen nimmt zu, weil zwei wesentliche Faktoren zusammenkommen“, erklärt der Orthopäde: „Muskelschwäche und Knochenschwäche.“ Spätestens ab dem 50. Lebensjahr wird die Muskulatur zunehmend abgebaut. Ab dem 60. Lebensjahr verlieren wir etwa drei Prozent Muskelkraft pro Jahr. „Der Verlust an Stabilität und an Muskulatur gehört zwar grundsätzlich zum Altern. Aber wesentliche Risikofaktoren für Muskelschwund sind Mangelernährung und Bewegungsarmut“, erklärt Rupp: „Im Alter wirken sich Stürze oft fatal aus, weil die Knochenbrüchigkeit höher ist.“ Um vorzubeugen, kann man aber schon frühzeitig selbst etwas tun. „Spätestens ab dem 50. Lebensjahr sollte vorbeugend gehandelt werden,“ empfiehlt Rupp. Das bedeutet: Gute Ernährung. Und gezieltes Training.
Was kann man präventiv tun?
Zur Prävention eines Muskelschwundes hilft eine Ernährung mit reichlich hochwertigen Eiweißen: „Gute Eiweißquellen sind fettarmes Fleisch, Hülsenfrüchte, Nüsse, Milchprodukte, Tofu, Fisch“, so Rupp. „Ergänzende Eiweißdrinks können sinnvoll sein.“ Für den Muskelstoffwechsel, aber vor allem für den Knochen, ist ausreichend Vitamin-D nötig. „Im Alter sind richtige Nahrung und viel Sonne allein nicht genug. Da helfen Vitamin-D-Präparate. Knochen benötigen außerdem ausreichend Kalzium.“










