Corona Langzeitfolgen

Spezifische Reha nach Corona

Bei MEDICLIN behandeln wir Menschen, die an Langzeitfolgen einer Covid-19-Erkrankung (Long Covid) oder unter psychischen Auswirkungen der Corona-Pandemie leiden. Welche Corona-Spätfolgen auftreten können und für wen eine Post-Covid-Reha sinnvoll ist.

Corona: Spätfolgen für die Gesundheit

Über vier Millionen Menschen sind bisher in Deutschland an Covid-19 erkrankt. Die meisten davon gelten als genesen. Doch dazu zählen auch die Patient*innen, die trotz überstandener Coronavirus-Infektion unter erheblichen Covid-19-Spätfolgen leiden. „Post-Covid-Syndrom“ oder „Long Covid“ nennen Fachleute dieses neue Krankheitsbild. Zudem gibt es Menschen, die zwar nicht an Covid-19 erkrankt sind, aber unter den seelischen Auswirkungen der Corona-Pandemie leiden.

Bei MEDICLIN bieten wir spezielle Rehabilitationen für Betroffene. Unser interdisziplinäres Post-Covid-Reha-Programm für die stationäre Rehabilitation beinhaltet eine standardisierte Diagnostik und einen standortübergreifenden fachärztlichen Expertenaustausch.

Das Coronavirus tritt über den Mund- und Rachenraum in den Körper ein und mittlerweile steht fest: Covid-19 ist keine reine Lungenkrankheit, sondern eine multisystemische Erkrankung. Das heißt, das Virus kann praktisch jede Zelle des Körpers befallen. Somit leiden neben der Lunge auch andere Organe wie Herz, Nieren, Leber, Gehirn. In schweren Fällen müssen die Betroffenen beatmet werden. Doch auch bei zunächst milden Verläufen können erhebliche Corona-Spätfolgen auftreten.

„Ich war vorher völlig gesund, hatte keinerlei Krankheiten. Meine Covid-Erkrankung verlief eigentlich nur wie eine schwere Erkältung. Seither geht es mir aber schlecht. Jetzt habe ich in der Reha erklärt bekommen, was ich habe und was man dagegen machen kann, langsam geht es mir besser. Besonders die Reflektorische Atemtherapie hilft mir sehr, auch der Austausch mit den anderen Patienten. Da merkt man, dass man nicht alleine ist mit diesen Problemen.“

- Patientin in der Albert Schweitzer Klinik, 38 Jahre

Risikogruppen

Wie gefährlich ist Corona?

Wie gefährlich ist Corona?

Besonders gefährdet, schwer an Covid-19 zu erkranken, sind laut bisherigen Erkenntnissen ältere Personen und Menschen mit Vorerkrankungen. Doch es gibt noch weitere Risikofaktoren für einen schweren Covid-19-Verlauf.

  • Mit dem Alter steigt das Risiko
    Laut RKI (Robert-Koch-Institut) steigt das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf ab 50 bis 60 Jahren stetig an. Grund dafür ist ein schwächeres Immunsystem. Das kann beispielsweise dazu führen, dass der Betroffene bei einer Infektion weniger stark mit Fieber reagiert und erst dann zum Arzt geht, wenn die Krankheit schon weit fortgeschritten ist. Ältere Menschen die an einer Grunderkrankung leiden, sind stärker gefährdet, schwer zu erkranken. Bei mehreren Grunderkrankungen steigt das Risiko weiter.
     
  • Lungenkranke besonders gefährdet
    Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen wie beispielsweise COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung) oder chronischer Bronchitis zeigen bei einer Coronavirus-Infektion häufiger Symptome oder haben einen schweren Krankheitsverlauf. Die Viren befallen vor allem die oberen und unteren Atemwege. Da die Lungenschleimhaut durch die Vorerkrankung ohnehin schon geschwächt ist, kann das Immunsystem die Viren schlechter bekämpfen. Es kann zu einer schweren oder sogar tödlichen Lungenentzündung kommen.

    Die gute Nachricht für Asthmatiker: Sie haben laut bisherigen Studien kein höheres Risiko, schwer an Covid-19 zu erkranken, vorausgesetzt sie sind gut eingestellt und nehmen regelmäßig ihre Medikamente.
     
  • Wenn das Herz vorgeschädigt ist
    Auch Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck, einer koronaren Herzerkrankung, Herzrhythmusstörungen oder Schlaganfall-Patienten haben ein höheres Risiko, schwer an Covid-19 zu erkranken. Zum einen können die Viren die Herzkranzgefäße direkt befallen, zum anderen kann durch die Infektion das Herz-Kreislauf-System enorm belastet werden. Das Herz muss dabei erheblich mehr arbeiten. Insbesondere wenn es bereits vorgeschädigt ist, kann es auf Dauer überlastet werden.
     
  • Diabetiker*innen mit zusätzlichen Erkrankungen
    Das RKI zählt Menschen mit Diabetes zur Risikogruppe, da sie häufig noch andere Krankheiten haben, die das Immunsystem schwächen. Doch laut der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) haben Diabetiker, die ansonsten gesund sind, kein erhöhtes Infektionsrisiko. Entscheidend sei eine stabile Einstellung der Blutzuckerwerte, denn diese verrringert das Risiko einer Infektion oder möglicher Komplikationen, wenn man sich doch angesteckt hat.
     
  • Krebspatient*innen haben schwächere Abwehrkräfte
    Krebskranke müssen nach einer Corona-Infektion häufiger langfristig medizinisch betreut werden bzw. leiden unter Corona-Spätfolgen. Laut der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie (DGHO) liegt der Grund dafür in einem ohnehin bereits geschwächten Immunsystem, etwa weil die Betroffenen zu wenig Antikörper im Blut haben oder Medikamente nehmen, die das Immunsystem unterdrücken.
     
  • Raucher*innen erkranken schwerer an Covid-19
    Raucher*innen sind generell anfälliger für Lungenerkrankungen. Chinesische Studien haben ergeben, dass sie häufig schwerer an Covid-19 erkranken. Warum das so ist, wurde bislang noch nicht ausreichend erforscht. Vermutet wird, dass aufgrund der Schädigung der Flimmerhärchen in den Atemwegen die Viren leichter in den Körper eindringen und sich dort verbreiten können.
     
  • Schwangere mit Vorerkrankungen
    Schwangere, die unter einer Grunderkrankung (z.B. Adipositas, Bluthochdruck, Diabetes) leiden, haben ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf von Covid-19. Die Wahrscheinlichkeit intensivmedizinisch behandelt werden zu müssen, nimmt mit steigendem Alter zu. Die Sterblichkeitsrate ist laut RKI in der Schwangerschaft aber nicht erhöht.

Wie Sie sich vor Corona schützen

Egal, ob Sie zur Risikogruppe gehören oder nicht – im Umgang mit dem Coronavirus gelten folgende Empfehlungen:

  • Reduzieren Sie Ihre Kontakte so gut wie möglich und vermeiden Sie Menschenansammlungen.
  • Beachten Sie die allgemeinen Verhaltensregeln, um das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten:
     
    • Händewaschen: Waschen Sie häufig und gründlich die Hände mit Seife oder benutzen Sie Desinfektionsmittel.
    • Abstand halten: Halten Sie möglichst immer 1,50 Meter Abstand zu anderen Personen.
    • Mund-Nasen-Schutz: Tragen Sie einen Mund-Nasen-Schutz (medizinische Maske oder FFP2-Maske), damit sich die Tröpfchen, die beim Sprechen, Husten und Niesen entstehen, nicht in der Luft verteilen. Wechseln Sie den Mund-Nasen-Schutz regelmäßig.
       
  • Bescheid wissen: Informieren Sie sich ausreichend über Covid-19, um Symptome für eine mögliche Erkrankung frühzeitig zu erkennen.
  • Im Verdachtsfall handeln: Nehmen Sie sofort telefonischen Kontakt mit Ihrer Hausarztpraxis oder dem ärztlichen Notdienst (116 117) auf, wenn Sie entsprechende Symptome haben, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Gehen Sie nicht unangemeldet zum Arzt.  Ein Verdacht auf Covid-19 liegt insbesondere bei akuten Symptomen wie Atemnot, Husten, Fieber und Erkältungserscheinungen sowie bei Kontakt zu einem bestätigten Covid-19 Fall bis max. 14 Tage vor Krankheitsbeginn vor.

Corona-Langzeitfolgen

Long Covid: Wie häufig sind Corona-Spätfolgen?

Wer eine akute Covid-19-Erkrankung überstanden hat, ist noch lange nicht gesund. Das trifft zumindest laut aktueller Studienlage für einen großen Teil der Infizierten zu. Auch bei milden Verläufen kann es zu erheblichen Corona-Spätfolgen kommen. Experten gehen davon aus, dass 10 bis 20% der Covid-19-Patienten unter Corona-Langzeitfolgen, dem sogenannten Post-Covid-Syndrom bzw. Long Covid leiden, wobei es dabei stark auf den Untersuchungszeitraum ankommt.

Das britische National Institute for Health Research hat die Ergebnisse verschiedener Untersuchungen zu den Covid-19-Langzeitfolgen zusammengefasst:

In Italien litten 87% der Patient*innen, die aus einem Krankenhaus in Rom entlassen wurden 60 Tage nach Beginn der Covid-19-Erkrankung immer noch unter mindestens einer Corona-Spätfolge. 55% der Patient*innen hatten sogar drei oder mehr Symptome, darunter Müdigkeit, Atembeschwerden, Gelenkschmerzen und Brustschmerzen. 40% gaben an, ihre Lebensqualität sei beeinträchtigt.

In England wurde im Juni der Nachsorgebedarf von Covid-19-Patient*innen nach einem stationären Aufenthalt untersucht. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden dort 95.000 Erkrankte in Krankenhäusern behandelt. Die Forscher*innen gehen davon aus, dass 45% der stationären Patient*innen unter Corona-Spätfolgen leiden und weiterführende Behandlungen benötigen.

Eine weitere britische Untersuchung im September ergab, dass rund 10% der Covid-19-Erkrankten mit milden Verlauf nach vier Wochen noch unter andauernden Beschwerden litten.

Diese Ergebnisse zu den Corona-Spätfolgen machen deutlich: Die medizinische Versorgung von Covid-19-Patienten dauert häufig wochen- oder sogar monatelang an. MEDICLIN bietet spezielle Post-Covid-Rehabilitationen, die den Betroffenen helfen, die Covid-19-Langzeitfolgen in den Griff zu bekommen.

Dr. Matthias Schmalenbach, Chefarzt der Fachklinik für Pneumologie in der MEDICLIN Klinik Reichshof

„Wir sehen häufig Patienten, die unglaublich entkräftet sind und weiterhin unter Einschränkungen durch Luftnot leiden. Was sie limitiert, ist, dass sie nicht richtig tief durchatmen können. Das geht dann häufig mit einer allgemeinen Schwäche einher, also auch einer Einschränkung in der Bewegung. Oftmals kommen wirklich starke Schmerzen der Extremitäten und teilweise auch Gefühlsstörungen und Kraftminderungen dazu. Es gibt auch Fälle, in denen Extremitäten mitunter gar nicht mehr eingesetzt werden können, da auch das Nervensystem oder die Muskulatur mitbetroffen sind.“

Radiobeitrag mit Dr. Matthias Schmalenbach: Hier anhören

Das komplette Interview anhören

(© Radio Berg/ Brigitte Mackscheidt)

Welche Corona-Langzeitfolgen können auftreten?

Wenn Menschen mit Corona-Langzeitfolgen zu kämpfen haben, sprechen Mediziner vom Post-Covid-Syndrom bzw. von Long Covid. Das Coronavirus befällt neben der Lunge auch andere Organe wie Herz, Nieren, Leber und Gehirn. Die Symptome eines Post-Covid-Syndroms sind daher vielfältig:

  • Andauernde Müdigkeit (Fatigue)
    Menschen, die an Covid-19 erkrankt sind, berichten immer wieder, dass sie sich auch Wochen nach einer Infektion ständig müde, abgeschlagen und schwach fühlen. Das belegt auch eine irische Studie mit 128 Teilnehmer*innen. Demnach klagten mehr als die Hälfte der Patient*innen nach einer überstandenen Covid-19-Infektion noch Wochen später über anhaltende Müdigkeit. Dabei spielte es keine wesentliche Rolle, ob die Patienten einen schweren oder milden Krankheitsverlauf hatten.
    Weitere Informationen zum Erschöpfungssyndrom nach Corona
     
  • Lungenschäden, Atemnot, Husten
    Die Lunge ist bei einer Covid-19-Erkrankung meist stark betroffen. Patient*innen, die schwer erkranken, erleiden häufig eine Lungenentzündung. Zu den typischen Corona-Spätfolgen gehören Atemnot und Husten, vor allem bei Anstrengung. Durch die Lungenentzündung können lang anhaltende Gewebeschäden auftreten, die häufig auch eine längerfristige Sauerstofftherapie erfordern.

    Ärzt*innen aus den Niederlanden haben Daten von mehr als hundert Erkrankten ausgewertet. Sie fanden heraus, dass sich die Lunge auch bei schwersten Krankheitsverläufen vollständig regenerieren kann. Jedoch litten manche Erkrankte auch bei milden Verläufen noch Monate später unter Covid-19-Langzeitfolgen.

    Auch die Folgen der Beatmung machen den Betroffenen zu schaffen. Patient*innen mit einem schweren Verlauf von Covid-19, die teilweise wochenlang beatmet werden mussten, leiden häufig massiv unter den Langzeitfolgen: Sie müssen mühsam lernen, wieder selbständig zu atmen. Denn bei der künstlichen Beatmung werden die zum Atmen benötigten Muskeln abgebaut. Gerade für ältere Menschen ist der Wiederaufbau dieser Muskeln besonders schwierig.
     
  • Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns
    Der Geruchs- und Geschmacksverlust zählt zu den typischen Symptomen einer Corona-Infektion und gehört zu den Corona-Langzeitfolgen. Bei manchen Patient*innen dauert es Wochen oder Monate, bis sie wieder riechen und schmecken können. Doch warum ist das so, obwohl die Nase bei einer Covid-19-Erkrankung meistens nicht verstopft ist? Laut Forschern der John Hopkins Universität dringt das Coronavirus über so genannte ACE2-Rezeptoren, die in der Riechschleimhaut und im Mundbereich vorhanden sind, in den Körper ein und befällt die Zellen. Die beschädigten Zellen sind der Grund, warum die Betroffenen nicht mehr gut riechen und schmecken können.
     
  • Psychische Probleme
    Reduzierte soziale Kontakte, Existenzängste, Angst um die eigene Gesundheit und die der Angehörigen: Die Corona-Pandemie führt selbst bei gesunden Menschen zu einer extremen Stressbelastung in vielen Lebensbereichen. Besonders herausfordernd ist die Situation für Menschen mit psychischen Erkrankungen.

    Betroffene leiden unter psychischen Symptomen wie Angst, depressiver Stimmung und Reizbarkeit.Aber auch psychosomatische Beschwerden wie Herzklopfen, Atemnot, Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen und Schlafstörungen können auftreten.
    Das belegt auch eine Studie der Oxford Universität. Demnach leidet jeder Fünfte nach einer Corona-Infektion unter psychischen Symptomen wie Angst, depressiven Stimmungen und Schlafstörungen.
     
  • Gefäßerkrankungen
    Bei einer Infektion mit dem Coronavirus können laut internationalen Studien Blutgefäße dauerhaft geschädigt werden. Entzündungen in den Blutgefäßen verursachen Gerinnsel, die Thrombosen auslösen. Folgen sind Schlaganfälle, Herzinfarkte und Nierenversagen. Aufgrund der erhöhten Blutgerinnung können auch Herzkreislauferkrankungen wie Herzmuskelentzündungen oder eine verminderte Herzleistung auftreten.
     
  • Nerven- und Gehirnschädigungen
    Nach aktuellem Kenntnisstand befallen Coronaviren auch das zentrale Nervensystem und das Gehirn. Dort sorgen sie für Entzündungen, die zu den typischen Corona-Spätfolgen wie Gedächtnisproblemen, Konzentrationsstörungen, Wortfindungsstörungen, Unruhe und Verwirrtheit führen können. Auch das Risiko für epileptische Anfälle ist erhöht. In Folge von Covid-19 tritt gelegentlich das Guillain-Barré-Syndrom auf - eine entzündliche Erkrankung der Nerven, die mit Lähmungen und Sensibilitätsstörungen an Händen und Füßen einhergeht.

Interview mit Dr. med. Jürgen Bonnert

Dr. med. Jürgen Bonnert ist Chefarzt der Fachklinik für Neurologie in der MEDICLIN Klinik Reichshof. Im Radiobeitrag spricht er über neurologische Langzeitfolgen einer Covid-19-Erkrankung.
Hier anhören

Das komplette Interview mit Dr. med. Jürgen Bonnert

(© Radio Berg/ Brigitte Mackscheidt)

„Seit meiner Covid-Erkrankung fühle ich mich schwach und erschöpft. Ich schaffe noch gerade so meinen Job, abends reicht die Kraft aber für gar nichts mehr, kein Sport, keine Aktivitäten, nicht mal den Haushalt. Ich habe Angst, dass ich auch meinen Beruf bald nicht mehr schaffe und meinen Job verliere."

- Patient in der MEDICLIN Albert Schweitzer Klinik

Corona-Spätfolgen behandeln: Post-Covid-Syndrom

Interdisziplinäre Post-Covid-Reha bei MEDICLIN

Interdisziplinäre Post-Covid-Reha bei MEDICLIN

Unsere Expert*innen in den MEDICLIN Rehakliniken haben ein interdisziplinäres Post-Covid-Reha-Programm für die stationäre Rehabilitation entwickelt. Das beinhaltet eine standardisierte Diagnostik und einen übergreifenden fachärztlichen Expertenaustausch. Ein systematisches, standortübergreifendes konsiliarisches Netzwerk ist die Basis dieses Konzepts. „Austausch von Know-How ist hier das Stichwort“, erläutert Prof. Dr. Mario Siebler, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Fachklinik für Neurologie in der MEDICLIN Fachklinik Rhein/ Ruhr.

Da häufig viele verschiedene Organe und Körpersysteme betroffen sind, ist die Erfahrung von Expert*innen aus verschiedenen medizinischen Disziplinen gefragt. Je nach Art und Ausprägung der Symptome kommen demnach Mediziner*innen aus Neurologie, Innerer Medizin (Pneumologie, Kardiologie, Diabetologie), aus der Psychosomatischen Medizin und Psychotherapie sowie aus der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde zusammen.

Da es sich beim sogenannten Post- oder Long-Covid-Syndrom um ein sehr komplexes Krankheitsbild handelt, ist der Behandlungsansatz immer multimodal – also zusammengesetzt aus Bausteinen verschiedener Fachbereiche. Dennoch erfolgen Diagnostik und Behandlung immer nach einem individuell zugeschnittenen Plan.

Das MEDICLIN-Konzept für die Rehabilitation von Post-Covid-Erkrankungen basiert kurz zusammengefasst auf insgesamt fünf Säulen: Diagnostik, interdisziplinäre Konsile, Therapiemodule, zentrales Post-Covid-Experten-Board und die wissenschaftliche Auswertung. Ein wichtiger Bestandteil der Post-Covid-Rehabilitation bei MEDICLIN ist der Austausch mit anderen Betroffenen.

Consensusboard: Unsere interdisziplinären Expert*innen

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Dr. med. Jürgen Bonnert

Chefarzt der Fachklinik für Neurologie, MEDICLIN Klinik Reichshof

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Dr. med. Bernd Mössinger

Chefarzt der Fachklinik für Atemwegserkrankungen, Allergien und Schlafmedizin, MEDICLIN Albert Schweitzer Klinik

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Dr. med. Thomas Witt

Ärztlicher Direktor, Chefarzt der Fachklinik für Herz-, Kreislauf- und Gefäßerkrankungen, MEDICLIN Albert Schweitzer Klinik

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Dr. med. Matthias Schmalenbach

Chefarzt der Fachklinik für Pneumologie, MEDICLIN Klinik Reichshof

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Dr. Dipl.-Psych. Petra Zimmermann

Leitung Neuropsychologie, Qualitätsbeauftragte, MEDICLIN Klinik Reichshof

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Dr. med. Sigrid R.-M. Krause

Chefärztin, Direktorin der Psychosomatik und Verhaltensmedizin in den MEDICLIN Deister Weser Kliniken

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Dr. med. Sezer Melisande Lammers

Chefärztin Fachklinik für Psychosomatik und Psychotherapie, MEDICLIN Klinik Reichshof

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Dr. med. Katerina Rosenblum

Chefärztin der Fachklinik für Neurologie und Fachklinik für Geriatrie, MEDICLIN Bosenberg Kliniken

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Dr. med. Harald Seidler

Chefarzt Fachklinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, MEDICLIN Bosenberg Kliniken

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Prof. Dr. med. Mario Siebler

Ärztlicher Direktor, Chefarzt der Fachklinik für Neurologie, MEDICLIN Fachklinik Rhein/Ruhr

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Prof. Dr. med. Jürgen Wagner

Chefarzt Innere Medizin, MEDICLIN Staufenburg Klinik

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Dr. med. Guido Waldmann

Chefarzt der Fachklinik für Neurologie, MEDICLIN Reha-Zentrum Bad Düben

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Dr. med. Ute Haase

Dr. Ute Haase, Koordination und Leitung, Geschäftsführung MEDICLIN

MEDICLIN Mediziner*innen sprechen über Corona-Langzeitfolgen und ihre Behandlung

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Nach einer Corona-Infektion haben manche Patient*innen noch lange mit den Folgeerkrankungen zu kämpfen. Warum ein fachübergreifendes Vorgehen bei der Behandlung essenziell ist

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Menschen, die an Covid-19 erkrankt waren, können unter Langzeitfolgen leiden. Wie Patient*innen in der Rehabilitation geholfen werden kann.

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Corona kann sich erheblich auf die Psyche auswirken. Dr. Sigrid Krause, Chefärztin und Direktorin der Psychosomatik in den MEDICLIN Deister Weser Kliniken spricht über psychische Folgen von Corona.

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Long-Covid-Reha beantragen

Sie leiden an Langzeitfolgen einer COVID-Erkrankung (Long-COVID) oder unter seelischen Auswirkungen der Corona-Pandemie und möchten eine Reha beantragen? In einer Schritt-für-Schritt-Anleitung erklären wir Ihnen, wie das geht. Außerdem beantworten wir die wichtigsten Fragen zum Reha-Antrag.

Für wen ist eine Post-Covid-Reha sinnvoll?

Eine Rehabilitation nach einer Covid-19-Erkrankung empfiehlt sich für Menschen, die mit anhaltenden Beschwerden und Corona-Spätfolgen (Long-Covid-Syndrom) zu kämpfen haben. Dazu zählen Patient*innen, die

  • unter den Langzeitfolgen der Beatmung leiden,
  • eine schwere Lungenentzündung erlitten haben oder deren Lunge versagt hat,
  • unter Atemnot und Husten leiden,
  • unter einem deutlich geschwächten Allgemeinzustand leiden,
  • aufgrund der Erkrankung seelisch und psychisch beeinträchtigt sind.

Sinnvoll ist eine Rehabilitation auch für diejenigen, die zwar nicht an Corona erkrankt sind, aber aufgrund der Corona-Pandemie seelisch leiden. Besonders betroffen sind Menschen,

  • die seelisch überfordert sind: Beschäftigte in Alten- und Krankenpflege, Ärzte, Alleinstehende, Angehörige etc.
  • die an einer psychiatrischen oder psychosomatischen Grunderkrankung leiden

Wunsch- und Wahlrecht:  Suchen Sie sich Ihre Rehaklinik selbst aus!

Mini-Reportage: Covid-19 und Post-Covid-Rehabilitation

Was ist Covid-19? Wie verläuft die Krankheit? Welche Langzeitfolgen können auftreten? Wie läuft die Rehabilitation ab? Wir erklären es kurz und knapp in unserer Mini-Reportage.

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Weitere Informationen zum Download

Spezifische Corona-Behandlungen bei MEDICLIN

Nach einer Covid-19-Erkrankung wieder ganz gesund werden und die Corona-Langzeitfolgen in den Griff bekommen – diesen Wunsch haben Menschen, die unter anhaltenden Beschwerden leiden. Wir möchten Ihnen dabei helfen – mit unseren spezifischen Corona-Behandlungen.  

In einigen MEDICLIN Rehakliniken bieten wir spezielle Corona-Rehabilitationen für Patient*innen mit Covid-19-Spätfolgen, also mit einem Post- oder Long-Covid-Syndrom. Je nach Schwerpunkt und Art der Symptome legen wir gemeinsam Rehabilitationsziele fest und erarbeiten einen Therapieplan, um Corona-Langzeitfolgen zu behandeln. Häufig geht es darum, die Atmung zu verbessern und die Lungenfunktion zu stärken. Außerdem sollen die Betroffenen wieder körperlich leistungsfähiger, fitter und seelisch stabiler werden.

Diese MEDICLIN Kliniken bieten spezifische Post-Covid-Rehabilitationen

Post-Covid-Reha bei psychischen und körperlichen Beschwerden:

MEDICLIN Albert Schweitzer Klinik / MEDICLIN Baar Klinik

MEDICLIN Klinik Reichshof
MEDICLIN Fachklinik Rhein/Ruhr
MEDICLIN Bosenberg Kliniken
MEDICLIN Reha-Zentrum Bad Düben
MEDICLIN Reha-Zentrum Gernsbach

Post-Covid-Reha bei Corona-Spätfolgen, wie z.B. chronischer Erschöpfung (Post-Covid-Fatigue):

MEDICLIN Kraichgau-Klinik

Post-Covid-Reha bei Diabetes, Adipositas, Nierenkrankheit oder Krebs:

MEDICLIN Staufenburg Klinik

Behandlung bei Corona/Covid-19 assoziierten psychosomatischen Erkrankungen:

MEDICLIN Deister Weser Kliniken