17.05.2019

Schlafstörungen und psychische Probleme

Psychische Probleme und Schlafstörungen bedingen sich wechselseitig: Schlafstörungen können durch psychische Probleme auftreten, aber diese auch verstärken oder auslösen. Wenn psychische Faktoren maßgeblich an Schlafproblemen beteiligt sind, ist dies ein Fall für die Psychosomatische Medizin.

Depressionen gehen oftmals mit Schlafstörungen einher: Bei fast 90% der depressiven Patienten hat der Schlaf seine regenerative Wirkung weitgehend verloren.

Ursachen für Schlafprobleme:

Ursachen für Schlafstörungen sind psychische Probleme, wie:

  • Angststörungen,
  • Posttraumatische Belastungsstörungen,
  • Schizophrenie,
  • oder Manien.

Auch Alkohol- und Drogenmissbrauch zählt zu den häufigen Ursachen. Zudem können Medikamente Schlafprobleme begünstigen.

Was sind typische Anzeichen für eine Schlafstörung?

  • Probleme beim Einschlafen
  • Schwierigkeiten, durchzuschlafen
  • Vorzeitiges, frühmorgendliches Erwachen
  • der normale Ablauf der Schlafphasen ist gestört
  • Müdigkeit am Tage (Hypersomnie)

Organische Ursachen von Schlafstörungen

Patienten mit psychischen Problemen und Schlafstörungen werden zusätzlich körperlich untersucht. Oft spielen bei Schlafproblemen körperliche Leiden eine Rolle, wie:

  • das Schlafapnoe-Syndrom,
  • oder Nervenleiden (z.B. das Restless-Legs-Syndrom: Patienten mit „unruhigen Beinen“ leiden an einem quälenden Bewegungsdrang in den Beinen, der ihnen den Schlaf raubt.)

Schlafstörungen behandeln

Bei erfolgreicher Behandlung der psychischen Probleme, mildern sich in den meisten Fällen auch die Schlafstörungen. Vielen Patienten hilft es, den Teufelskreis der Schlaflosigkeit zu erkennen. Typisch hierfür: nächtliches Grübeln, das die Betroffenen erst recht vom Schlafen abhält.

Kurzfristig können Medikamente dabei helfen, den Schlaf zu regulieren. Wenn psychische Probleme vorliegen, muss eine entsprechende psychotherapeutische Behandlung gewählt werden.

Behandlung von Schlafstörungen in der MEDICLIN Klinik am Vogelsang

„Die Krankheitsepisoden bei Depressionen beginnen meistens mit einer Schlafstörung“, berichtet Dr. Björn Grossmann. Der Psychosomatiker und Psychiater ist Chefarzt der Fachklinik für Psychosomatik und Verhaltensmedizin der MEDICLIN Klinik am Vogelsang in Donaueschingen.

Vor der Behandlung untersuchen und befragen die Ärzte in der MEDICLIN Klinik am Vogelsang Patienten mit Schlafstörungen eingehend. Spezielle Fragebögen zum Schlafverhalten und zum individuellen Tag-Nacht-Rhythmus sind Ausgangspunkt von Diagnose und Therapie. Patienten werden angehalten ein Schlafprotokoll zu führen.

In der Therapie erhalten Patienten Grundlagenwissen zum erholsamen Schlaf und für eine richtige Schlafhygiene. In einem Schlafseminar und in psychotherapeutischen Einzelgesprächen arbeiten die Ärzte an Lösungsansätzen. Patienten mit Schlafstörungen erlernen außerdem hilfreiche Entspannungstechniken und wie sie Stresssituationen in Zukunft besser meistern können.

Wo wir Schlafstörungen behandeln

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