27.05.2019

Ultraschall der Gefäße

Eine Untersuchung mit Ultraschall (Sonographie) ist in der Gefäßchirurgie das wichtigste diagnostische Mittel, um Gefäßveränderungen wie Engstellen oder Verschlüsse zu erkennen.

Beim Ultraschall werden vom Menschen nicht hörbare Schallwellen eingesetzt. Die akustische Energie wird reflektiert und ergibt so ein optisches Bild. Mittels Ultraschall wird die Richtung der Blutströmung sichtbar und auch die Fließgeschwindigkeit kann gemessen werden.

Ultraschall ohne Nebenwirkungen

Ultraschall wird bevorzugt eingesetzt, da er keinerlei Nebenwirkungen hat:

  • Ultraschall ist schmerzlos und im Gegensatz zum Röntgen oder einem MRT völlig risikolos.
  • Fast alle Gefäße im Körper können mit Ultraschall sichtbar gemacht werden.
    Ausnahme: Gefäße in Brustkorb und Kopf.
  • Meist untersucht man Gefäße an Hals, Bauch, Armen, Becken oder Beinen.
  • Krampfadern werden durch den Ultraschall am Bein diagnostiziert, während die Untersuchung der Schlagader meist durch einen Ultraschall an Hals, Bauch oder Beinen erfolgt.

Wie eine Ultraschall-Untersuchung abläuft

Die Ultraschalluntersuchung selbst führt ein Gefäßchirurg, Angiologe oder Phlebologe durch.

  • Auf den Schallkopf wird ein Kontaktgel zur Übertragung der Schallwellen aufgetragen. Dabei darf sich keine Luft zwischen Ultraschallkopf und Haut befinden, sonst entsteht kein Ultraschallbild.
  • Die Ultraschalluntersuchung dauert zwischen 10 und 30 Minuten.
  • Ist die Anatomie der Gefäße durch eine vorangegangene Operation oder Erkrankungen des Gefäßsystems verändert, dauert die Ultraschalluntersuchung länger als beim gesunden Patienten.

Ultraschall liefert schnell aussagefähige Ergebnisse

Ultraschall der Gefäße hat eine besonders hohe Aussagekraft, da er verschiedenste Veränderungen sichtbar macht. Über Ultraschall der Gefäße kann man unter anderem:

  • die Größe eines Gefäßes,
  • die Breite eines Gefäßes,
  • die Dicke eines Gefäßes,
  • und die Richtung und Geschwindigkeit des Blutstroms

bestimmen.
Die Fließgeschwindigkeit gibt Aufschluss über Engstellen oder Verschlüsse. Veränderungen der Gefäßwand können auf Arteriosklerose hinweisen. 

Ultraschall in der Vorsorge

Da Ultraschall der Gefäße für den Körper harmlos ist, ist die Untersuchung beliebig oft wiederholbar.

Ultraschall findet Anwendung bei auftretenden Beschwerden wie:

  • Verdacht auf Krampfadern,
  • Thrombosen
  • und Arteriosklerose.

Zudem dient Ultraschall als Vorsorgeuntersuchung zur Abklärung des Risikos für

Gefäßkrankheiten treten vor allem bei älteren Menschen ab 60 Jahren auf. Es wird empfohlen, ab diesem Alter Venen und Arterien vorbeugend mit Ultraschall untersuchen zu lassen. Wird eine Erkrankung diagnostiziert, bespricht der Facharzt das weitere Vorgehen mit dem Betroffenen.