Thrombose: Gefäße & Blut

Reisethrombose - Gefahr zur Urlaubszeit

Langes Sitzen, Enge, Sommerhitze – bei einer Reise treffen oft Faktoren zusammen, die das Entstehen von Blutgerinnseln in den Venen begünstigen. Gefährdet sind vor allem ältere Menschen und Personen, die an einer Gerinnungsstörung leiden oder schon einmal eine Thrombose hatten.

Entstehung und Anzeichen einer Reisethrombose

Die Gefahr einer tödlichen Lungenembolie durch das berüchtigte „Economy-Class-Syndrom“ ist äußerst gering. Wer zur Risikogruppe gehört, sollte trotzdem stundenlanges Sitzen im Auto oder Flugzeug vermeiden. Sind die Kniekehlenvenen lange abgeknickt, können sich Gerinnsel in den Unterschenkeln bilden und eine Reisethrombose auslösen.

Risikofaktoren sind:

  • fortgeschrittenes Lebensalter
  • Übergewicht
  • Rauchen
  • Diabetes
  • Venenerkrankungen, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und angeborene Blutgerinnungsstörungen
  • Einnahme von Östrogenen (Antibabypille, Hormonpräparate bei Wechseljahresbeschwerden)

Mögliche Alarmzeichen einer Reisethrombose sind:

  • schmerzende Waden
  • Spannungsgefühl in den Waden
  • geschwollene Beine

Wie Sie einer Reisethrombose vorbeugen können

  • Bewegung ist die einfachste und beste Vorbeugung gegen Reisethrombose. Damit wird die Blutzirkulation in Gang gehalten. Bewegen Sie in regelmäßigen Abständen hundert Mal das Sprunggelenk kräftig hoch und runter. Dadurch wird die Wadenmuskulatur mobilisiert und einer Reisethrombose vorgebeugt. Daher sollten Sie während der Autofahrt oft Pausen machen.
  • Trinken Sie viel, um das Blut dünn zu halten. Geeignet sind Wasser, Saft oder Tee, auf keinen Fall Alkohol.
  • Tragen Sie weite Kleidung und bei erhöhtem Thromboserisiko eventuell auch Kompressionsstrümpfe. Für eine Reise reichen Unterschenkelstrümpfe völlig aus.
  • In manchen Fällen ist eine Vorsorge mit Medikamenten wie Heparin angebracht.

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