17.05.2019

Schnarchen – ein Symptom des Schlafapnoesyndroms

Schnarchen ist nicht gleich Schnarchen. Neben dem sogenannten primären Schnarchen, das medizinisch unbedenklich ist und den Schnarcher selbst nicht beeinträchtigt, gibt es auch das Schnarchen als Symptom des Schlafapnoesyndroms.

Das Schlafapnoesyndrom ist eine Schlafstörung, die sich durch Atemaussetzer äußert, die mehrere Minuten dauern können. Häufig folgt den Aussetzern ein schreckhaftes, lautes Schnarchen. Im Umkehrschluss kann Schnarchen auf das Schlafapnoesyndrom hinweisen.

Lesen Sie hierzu auch das Interview mit dem Chefarzt der Fachklinik für Atemwegserkrankungen Dr. Bernd Mössinger.

Schlafapnoesyndrom begünstigt schwerwiegende Erkrankungen

Meist fallen dem Partner die nächtlichen Atemaussetzer auf. Der Betroffene selbst

  • fühlt sich tagsüber schlapp,
  • hat etwa Konzentrations- und Gedächtnisschwierigkeiten und  
  • leidet unter Kopfschmerzen oder Schwindel.

Wer solche Symptome kennt, sollte sich untersuchen lassen, denn das Schlafapnoesyndrom kann Krankheiten auslösen und Risiken erhöhen, etwa Herz-Kreislauferkrankungen, Schlaganfall,Diabetes oder Depression.

Weitere Informationen erhalten Sie ebenfalls in unserem Artikel "Was hilft gegen das Schnarchen?".

Ursachen des Schnarchens und des Schlafapnoesyndroms

Durch das Erschlaffen der Gaumenmuskeln im Schlaf wird das Gaumensegel beim Atmen hin und her geschwungen, dadurch entsteht das für das Schnarchen typische Geräusch. Beim Schlafapnoesyndrom erschlafft die gesamte Schlundmuskulatur und blockiert so die Luftröhre. Die Atmung setzt aus. Begünstigt wird das Schnarchen durch

  • Übergewicht,
  • Rauchen,
  • Alkoholkonsum,
  • Einnahme von Schlafmitteln oder 
  • anatomische Besonderheiten, wie ein zu langer, tiefstehender Gaumen oder ein zu großes Gaumenzäpfchen.

Behandlung des Schlafapnoesyndroms

Hilfe bei Schnarchen können eine Bissschiene oder operativen Maßnahmen bieten. Beim Schlafapnoesyndrom soll in erster Linie die Atmung aufrecht erhalten werden. Hierfür sind spezielle Atemmasken für Schlafapnoeiker erhältlich. Auch gibt es operative Möglichkeiten, das Schlafapnoesyndrom zu behandeln. Wer bei sich oder seinem Partner eine Schlafapnoe vermutet, sollte sich ärztlich beraten lassen. Hausarzt oder Internist können mit Blutdruckmessung und EKG erste Anzeichen erkennen. Weitere Untersuchungen führt meist der HNO-Arzt durch.

Wo wir das Schlafapnoe-Syndrom behandeln

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