28.01.2020 Offenes Bein: Gefäße & Blut

Offenes Bein (Ulcus cruris) - Ursachen und Therapie

Das Offene Bein, auch Ulcus cruris oder Beingeschwür genannt, ist eine offene Wunde, meist am Unterschenkel, die auch nach längerer Zeit nicht heilt. Ein Ulcus cruris ist schmerzhaft, die Wunden nässen und riechen zudem oft streng. Für die Betroffenen bedeuten Wunden einen hohen Leidensdruck. Das kann bis zur sozialen Isolation führen.

In 90 Prozent der Fälle sind Zirkulationsstörungen des Blutes die Ursache für das offene Bein. Diese Störungen entstehen wiederum durch lange bestehende

In nur zehn Prozent der Fälle hat ein Offenes Bein andere Ursachen, etwa entzündliche Erkrankungen. Betroffen vom Ulcus cruris sind meist ältere Menschen.

Staut sich das Blut im Bein, kann sich ein Offenes Bein (Ulcus cruris) bilden

Bei einer chronischen Stauung des Blutes verhärtet sich die Haut an der Stelle der Stauung. Schon kleinere Wunden können sich dann zu einem chronischen Geschwür (Ulcus cruris) entwickeln. Erste Symptome sind

  • das Ausfallen der Haare an der betroffenen Stelle,
  • ein Schweregefühl,
  • Dellen und Ödeme,
  • Verfärbungen der Haut
  • oder Juckreiz.

Wer dann mit Salben versucht die Beschwerden zu lindern, verschlimmert die Situation meist noch, da die geschädigte Haut anfälliger für Allergien ist. Wenn bereits eine Wunde entstanden ist, die nicht innerhalb von etwa sechs Wochen heilt, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Aber auch lange bestehende Krampfadern oder erste auftretende Symptome für ein Offenes Bein sollten abgeklärt werden.

Die Ursachen des Offenen Beins (Ulcus cruris) sollten zuerst behoben werden

Per Ultraschalluntersuchung kann der Arzt die Ursache des Ulcus cruris meist schnell diagnostizieren. Diese Ursache sollte dann im nächsten Schritt beseitigt werden.

  • Bei venösen Störungen wird die Entfernung von Krampfadern empfohlen.
  • Arterielle Störungen können in einer minimalinvasiven Operation, durch das Einsetzen eines Bypasses, behoben werden.

Die Heilungschancen des Offenen Beins sind danach meist gut. Die Lokaltherapie eines Ulcus cruris umfasst das Reinigen der Wunde und das Abtragen von Nekrosen. Verbandswechsel und Wundkontrolle sollten Facharzt oder Hausarzt übernehmen.

Das Offene Bein kann auch konservativ behandelt werden

Konservative Methoden zur Behandlung eines Ulcus cruris sind

  • antibiotikahaltige Salben
  • desinfizierende Bäder
  • und spezielle Wundverbände.

Bei venösen Durchblutungsstörungen sind auch Kompressionsstrümpfe hilfreich. Durch das Zusammendrücken der Venen wird der Rücktransport des Blutes erleichtert, die Stauung wird aufgelöst. Ist die Störung arteriell bedingt, kann Kompression die Störung allerdings verschlimmern.

Arterielle Störungen können durch

  • gesunde Ernährung
  • Zigarettenverzicht
  • und regelmäßige Bewegung

verbessert werden. Diese Maßnahmen sind auch präventiv sinnvoll.

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