Die meisten Demenzerkrankungen sind nicht heilbar. Nur die sekundären Demenzen, die infolge einer anderen Krankheit entstanden sind, können unter Umständen geheilt werden, wenn die Grunderkrankung erfolgreich behandelt wird.
Eine an die Erkrankung und den Betroffenen angepasste Therapie kann jedoch bei den unheilbaren Formen der Demenz viel Gutes erreichen. Sie kann die Alzheimer-Symptome der Patient*innen lindern und ihre Kommunikationsfähigkeiten verbessern. Die Therapie hilft den Betroffenen außerdem, sich im Alltag wieder besser zurechtzufinden und steigert ihre Lebensqualität.
Wie sieht eine Therapie der Demenz aus?
Die Behandlung der Demenz wird nach der Form der Demenz, dem Stadium der Demenz und dem individuellen Krankheitsbild der Patient*innen ausgerichtet. Man unterscheidet drei Säulen der Demenz-Therapie: die Basistherapie, die medikamentöse Therapie der Demenz und die nicht-medikamentöse Therapie. Jede dieser drei Säulen setzt sich aus verschiedenen Therapiebausteinen zusammen.
Die Basistherapie bei Demenz
In der Basistherapie werden die Umwelt- und Sozialbedingungen der Patient*innen optimiert. Außerdem werden sie allgemeinmedizinisch betreut und es werden die Begleiterkrankungen behandelt.
Zur Optimierung der Umwelt- und Sozialbedingungen bei Demenz gehören bei Patient*innen, die noch zuhause leben, beispielsweise Hilfestellung im Alltag, evtl. der Besuch einer Tagespflege und die Schaffung sozialer Netze, die die Patient*innen, und ihre Angehörigen unterstützen. Bei Patient*innen, die in Heimen leben, zählen hierzu neben der körperlichen Versorgung und der Pflege unter anderem die Förderung sozialer Kontakte, z. B. beim gemeinsamen Essen, Beschäftigungs- und Unterhaltungsangebote. Auch eine gesunde Ernährung zählt dazu.
Patient*innen mit Demenz leiden häufig unter Begleiterkrankungen, die lebenslanglebenslang behandelt und kontrolliert werden müssen. Die allgemeinmedizinische Betreuung und Behandlung von Begleiterkrankungen ist daher bei Patient*innen mit Demenzerkrankungen enorm wichtig, um ihre Lebensqualität zu erhalten.
Gleichzeitig kann die medizinische Versorgung für die behandelnden Ärzt*innen herausfordernd sein, da Demenzkranke weniger kommunikationsfähig und einsichtig sind. Bei Untersuchungen und ärztlichen Gesprächen sollten die Patient*innen daher von einer Vertrauensperson begleitet werden. Damit die Patient*innen ihre Medikamente regelmäßig einnehmen, andere ärztliche Anweisungen umsetzen und Termine einhalten, müssen ihnen Pflegekräfte oder Angehörige in der Regel helfen.