27.05.2019

Hinweise für Patienten mit einer Endoprothese

Eine Endoprothese ist ein künstlicher Gelenkersatz. Wir geben Ihnen wichtige Hinweise und Tipps zum Umgang mit Ihrer Endoprothese.

  1. Eine Endoprothese kann das natürliche Gelenk nie voll ersetzen.
  2. Einige Wochen nach dem Einsetzen einer Endoprothese sind alle normalen Bewegungsabläufe möglich, Extreme sind jedoch zu meiden.
  3. Das operierte Bein sollte im täglichen Leben möglichst gleichmäßig belastet werden; Bewegungsabläufe mit Kraftspitzen – plötzlich einwirkende oder auch maximale Belastungen – sind zu vermeiden.
  4. Das Tragen von Lasten, die mehr als 20 Prozent des eigenen Körpergewichtes betragen, sollten Patienten mit Endoprothese vermeiden.
  5. Beim Sitzen sollten die Kniegelenke nicht höher stehen als die Hüften.
  6. Die Endoprothese muss stets vor der gefürchteten Komplikation einer eitrigen Entzündung geschützt werden. Daher ist bei bestimmten zahnärztlichen oder urologischen Behandlungen immer ein besonderer Antibiotikaschutz erforderlich.
  7. Bei veränderten äußeren Gegebenheiten mit erhöhter Sturzgefahr – z. B. nasser Boden, Schnee- oder Eisglätte – müssen Patienten mit Endoprothese besonders vorsichtig sein.
  8. Auch wenn subjektiv keine wesentlichen Beschwerden bestehen, sollte die Endoprothese regelmäßig in jährlichen Abständen vom Facharzt kontrolliert werden.
  9. Bei unklaren, insbesondere zunehmenden Schmerzen im Bereich der Endoprothese, vor allem bei körperlichen Beanspruchungen, sollte unverzüglich der betreuende Arzt (Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie) konsultiert werden.
  10. Es sollte immer ein Endoprothesenpass oder ein ähnliches Dokument bei sich getragen werden (besonders auf Flugreisen, hier auch wegen der Sicherheitskontrollen an den Flughäfen).

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