Symptome, die Verhalten und Psyche betreffen
Manche Betroffene empfinden ihr Verhalten als verändert, sind seltener spontan, weniger motiviert, zeigen ein verringertes Interesse und eine verringerte Eigenleistung. Einige Patient*innen sind tagsüber häufig müde und leiden an Schlafstörungen. Auch Persönlichkeitsveränderungen und Stimmungsschwankungen einschließlich depressiver Symptome und Angst können auf eine Parkinson-Erkrankung hinweisen. Manchmal kommt es zu Halluzinationen und / oder Wahnerleben.
Angstsymptome und Stress können bestimmte Bewegungsstörungen deutlich verstärken. Dann kann es zu Bewegungsblockaden und einer Fallneigung kommen.
35 bis 45 Prozent der Betroffenen leiden unter einer Depression, die damit ein wichtiges neuropsychiatrisches Symptom der Parkinson-Krankheit ist.
Wenn Sie an sich selbst oder bei Angehörigen Warnzeichen wie Stimmungsschwankungen, Niedergeschlagenheit und Schlafstörungen wahrnehmen, sollten Sie diese ernst nehmen und frühzeitig das Gespräch mit einem Arzt oder einer Ärztin suchen.
Schluckstörungen
Die Bewegungsstörungen, die durch eine Parkinson-Erkrankung hervorgerufen werden, können auch das Schlucken betreffen.
Es ist daher wichtig, dass Sie Experte bzw. Expertin für Ihre eigene Erkrankung werden. Sie sollten genau wissen, welche Schwierigkeiten auftreten könnten. Dadurch sind Sie besser vorbereitet und können, wenn nötig, schneller und effektiver handeln.
Bei Schluckstörungen sollten Sie in Absprache mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin logopädische Unterstützung suchen.
Mit dem*der Logopäd*in lernen Sie beispielsweise Übungen für mehr Kraft und Beweglichkeit der Zunge. Sie bekommen Tipps, um das Schlucken beispielsweise durch eine Haltungsänderung zu fördern.
Zusätzlich kann eine individuell angepasste Kost das Schlucken erleichtern und es sicherer machen, etwa mit weichen Speisen und angedickten Flüssigkeiten.
Geistige Leistungsfähigkeit
Vielleicht stellen Sie neben der Bewegungsstörung auch fest, dass Sie sich nicht immer gut konzentrieren können. Möglicherweise haben Sie das Gefühl, dass „alles nicht mehr so schnell geht“ und Ihr Kopf langsamer arbeitet. Einige Betroffene fühlen sich unsicher, wenn sie ein Fahrzeug steuern.
Eventuell haben Sie auch das Gefühl, dass automatisierte Routinehandlungen im Alltag gut gelingen, während sich das Handeln und Planen in neuen, ungewohnten Situationen schwierig gestaltet. So mancher findet sich in einer neuen Umgebung schwer zurecht. Vielleicht stellen Sie auch fest, dass Ihr Gedächtnis nachgelassen hat.
All diese Symptome können bei einer Parkinson-Erkrankung auftreten. Sie verursachen häufig Schwierigkeiten im Alltag und rufen zwischenmenschliche Konflikte hervor. Dies stellt für viele Patient*innen eine große Belastung im Alltag dar.
Helfen kann etwa eine neuropsychologische Therapie, bei der Patient*innen ihre Schwierigkeiten nennen und Sorgen äußern können.
Wenn Sie geistige Einschränkungen feststellen, sollten Sie sich an Ihren Arzt oder an Ihre Ärztin wenden, damit eine geeignete Therapie begonnen werden kann.