24.03.2020 Tiefe Hirnstimulation: Nerven & Gehirn

Tiefe Hirnstimulation: Hirnschrittmacher

Hinter dem Begriff der Tiefen Hirnstimulation steckt ein neurochirurgischer Eingriff im Gehirn. Dabei wird ein so genannter Hirnschrittmacher eingesetzt. Das Verfahren kommt insbesondere bei Patienten mit neurologischen Bewegungsstörungen wie Parkinson zum Einsatz.

Mit elektrischen Impulsen stimuliert oder deaktiviert der Hirnschrittmacher bestimmte Hirnregionen. Dadurch können bestimmte neurologische Fehlfunktionen „umprogrammiert“ und Beschwerden gelindert werden.

Für wen ist Tiefe Hirnstimulation geeignet?

Das Verfahren wird bei ausgewählten Patienten mit folgenden Krankheiten eingesetzt:

  • Morbus Parkinson
  • generalisierte Dystonie (im Gehirn verursachte Bewegungsstörungen, etwa unkontrollierte Muskelanspannungen)
  • spezielle Tremorformen (Zittern)

Nicht alle Beschwerden können mit der Tiefen Hirnstimulation behandelt werden. Entscheidend ist eine sorgfältige Prüfung der behandelnden Ärzte, ob die Tiefe Hirnstimulation für den jeweiligen Patienten geeignet ist.

Einsetzen des Hirnschrittmachers

Der erste Schritt der Behandlung ist eine neurochirurgische Operation. Dabei setzt der Arzt zwei Elektroden in das Gehirn ein. Die Elektroden werden unter der Haut über dünne Drähte an eine Batterie angeschlossen. Diese wird unterhalb des Schlüsselbeins oder unter die Bauchdecke eingesetzt.

Nach der Operation folgt eine Phase, in welcher der Stimulator über Funk eingestellt wird. Außerdem passt der Arzt die Art und Menge der Medikamente an. In der Regel benötigen Patienten mit einem Hirnschrittmacher weniger Medikamente als zuvor.

Wie wir Patienten mit Tiefer Hirnstimulation behandeln

Wie wir Patienten mit Tiefer Hirnstimulation behandeln

Bei MEDICLIN unterstützen wir Patienten, bei denen ein Hirnschrittmacher eingesetzt wurde, im Rahmen einer Rehabilitationsbehandlung, etwa in den darauf spezialisierten MEDICLIN Bosenberg Kliniken.

Die individuelle Einstellung des Hirnschrittmachers ist Teil einer umfangreichen Therapie. Dabei geht es neben der Behandlung körperlicher Beschwerden auch darum, die Patienten psychisch wieder aufzubauen.

In einem Klinik-Aufenthalt nach dem Einsatz des Hirnschrittmachers wird das Umprogrammieren des Hirnstimulations-Systems in kleinen Schritten umgesetzt. Dadurch soll das für den Patienten bestmögliche Ziel mit möglichst wenigen Nebenwirkungen erreicht werden.

Beratung und Reha zur Tiefen Hirnstimulation in den MEDICLIN Bosenberg Kliniken

Sie interessieren sich für eine Therapie mit dem Hirnschrittmacher? In der Neurologischen Fachklinik der MEDICLIN Bosenberg Kliniken bieten wir Ihnen folgende Möglichkeiten:

Beratung: Wir beraten Sie gerne ausführlich über den individuellen Nutzen und die Risiken eines Hirnschrittmachers. Sollten Sie sich für eine Therapie mit der Tiefen Hirnstimulation entscheiden, stellen wir den Kontakt zu Ärzten in Deutschland und Luxemburg her, die eine Operation vornehmen können.

Rehabilitation und Schulung: Nach der Operation können Sie entweder direkt zu uns in die Rehabilitation kommen oder später als Selbstzahler oder im Heilverfahren. Unser Ziel ist es, Sie körperlich und psychisch wieder aufzubauen, Sie im Umgang mit dem Hirnschrittmacher zu schulen und Sie wieder fit für Ihren Alltag zu machen.

Wo wir Patienten mit Tiefer Hirnstimulation behandeln

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