Hörprothese: Fit für den Alltag

Cochlea-Implantat: Endlich wieder hören

Das Cochlea Implantat ist eine Innenohrprothese, mit der Hörbehinderte ein neues Hören lernen können. Das Hörimplantat ist unter bestimmten Voraussetzungen für hochgradig Schwerhörige und Gehörlose mit intaktem Hörnerv geeignet.

So funktioniert ein Cochlea Implantat

Das Cochlea Implantat ist eine elektrisch betriebene Innenohr-Prothese. Diese übernimmt die Funktion des vollständig ausgefallenen Innenohrs, der häufigsten Form der Ertaubung.

Zum Gerät gehören:

  • ein Implantat mit Empfangsspule, Dekodierungseinheit und Elektrodenträger, das in die Hörschnecke eingesetzt wird
  • ein Sprachprozessor: Dieser wird hinter dem Ohr getragen und empfängt und verarbeitet das Signal, bevor es an das Implantat weitergegeben wird.

Nach das Hörimplatat operativ eingesetzt wurde, muss dieses richtig eingestellt werden. Dazu und damit sich das Hörzentrum im Gehirn an das neue Hören gewöhnt, ist eine Rehabilitationsbehandlung notwendig.

Wie wir Patienten mit einem Cochlea Implantat behandeln

Die MEDICLIN Bosenberg Kliniken sind auf die Rehabilitation von Patienten mit einem Cochlea Implantat spezialisiert.

Nach der Operation und der ersten Anpassung des Sprachprozessors im Krankenhaus beginnt für den Patienten in der Reha-Klinik die eigentliche Arbeit: das Lernen eines neuen Hör- und Sprachverstehens. Das ist eine Anstrengung, die mit dem Erlernen einer Fremdsprache vergleichbar ist:

Nachdem das Hörimplantat eingesetzt wurde, nimmt der Patient zwar wieder Klänge und Geräusche wahr. Er kann aber zunächst nicht unterscheiden, ob es sich beispielsweise um einen Wecker, eine Klingel oder ein Flugzeug handelt.

In den MEDICLIN Bosenberg Kliniken trainiert der Patient mit Logopäden intensiv das Hören. Begleitend dazu stellt ein Cochlea Implantat-Techniker den Sprachprozessor ein und kann die Geräteeinstellung je nach Bedarf Schritt für Schritt verbessern. Im Schnitt gelingt es so, das Sprachverstehen der Patienten in sechs Wochen von unter 30 Prozent auf 70 Prozent zu steigern.

Ziel der Rehabilitation ist es, den Betroffenen die alltägliche Kommunikation und damit wieder die Teilnahme am sozialen Leben zu ermöglichen. Dazu nimmt der Patient in der Klinik an einem umfangreichen Therapieprogramm teil:

Neben der Sprachprozessor-Einstellung und dem Hörtraining gehören zur Behandlung:

  • Audiotherapie
  • Telefontraining
  • Betreuung durch Hals-Nasen-Ohren-Ärzte
  • Unterstützung bei der Handhabung des Sprachprozessors
  • technische Beratung beim Einsatz von Radio, Wecker oder Telefon
  • Tinnitus-Bewältigungstraining
  • Gleichgewichtstraining
  • Physiotherapie
  • Entspannungsmethoden
  • Schulungen und Vorträge
  • Ergotherapie
  • Kommunikationscafé für den Erfahrungsaustausch 

Wo wir die Rehabilitation für Cochlea-Implantat-Träger anbieten

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