17.05.2019

Stresssymptome erkennen und abbauen

Zuviel Stress macht krank. Körperliche Stresssymptome wie Rücken- oder Magenschmerzen sind oft die Folge. Auch psychische Stresssymptome können auftreten. Dr. med. Björn Grossmann, Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, rät, die eigenen Grenzen zu akzeptieren und gibt Tipps zum Umgang und Abbau von Stress.

Termine ohne Ende, auf dem Schreibtisch türmen sich die Akten und das Telefon klingelt unaufhörlich. Viele Arbeitnehmer leiden unter Stress. Stresssymptome sind beispielsweise:

  • Schlafstörungen
  • Kopf-, Rücken und Magenschmerzen
  • psychische Erkrankungen

Laut Krankenhausreport der GEK hat die Zahl stationär aufgenommener psychisch Kranker in den letzten 20 Jahren um 129 Prozent zugenommen. Das ist nicht zuletzt auf erhöhte Stresssymptome zurückzuführen.

Gründe für Stress

Zu den Gründen für gestiegenen Stress zählt Dr. Björn Grossmann, Chefarzt der MEDICLIN Fachklinik für Psychosomatik und Verhaltensmedizin am Vogelsang in Donaueschingen, die in vielen Berufen gestiegenen Anforderungen. Diese Anforderungen werden der Individualität des Einzelnen vielfach nicht gerecht. Dauerreichbarkeit, Zeitdruck und eine Vermischung von Arbeitszeit und Freizeit erhöhen die Stresssymptome.

Gesunder Umgang mit den eigenen Kräften

Um Stresssymptome zu lindern, hält Grossmann einen gesunden Umgang mit den eigenen Kräften für notwendig. In einem ersten Schritt sollten Betroffenen ihre persönlichen Leistungsgrenzen erkennen und akzeptieren. Wer seine eigene Einstellung zum Beruf untersucht, erkennt in vielen Fällen, dass dieser nicht allein den Lebensmittelpunkt ausmachen sollte.

Stress abbauen: Ausgleich zur Arbeit

Ausgleich hilft, Stresssymptome zu bekämpfen oder gar nicht erst entstehen zu lassen. Dazu zählt Grossmann:

  • Sport,
  • Hobbys,
  • Musik oder
  • Freunde.

Betroffene sollten zusätzlich auf eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung achten.

Wenn die Stresssymptome Überhand nehmen, hilft eine Therapie

Wer das Gefühl hat, den Stress nicht mehr bewältigen zu können, sollte auf psychosomatische Stresssymptome wie

  • Schlafstörungen,
  • Magenschmerzen,
  • Rückenschmerzen,
  • Kopfschmerzen oder
  • chronische Müdigkeit

achten und therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen. Wenn eine psychische Erkrankung vorliegt, ist ein schneller Beginn der Behandlung angebracht, damit sich die Stresssymptome nicht verfestigen.

Stress-Therapie konzentriert sich auf den Einzelnen

Ärzte und Therapeuten arbeiten in der stationären Rehabilitation konzentriert an den Problemen, die zu Stresssymptomen geführt haben. Ziel ist es, die Belastungsgrenze des Patienten wieder zu erhöhen. Jeder Therapieansatz ist speziell auf den einzelnen Patienten zugeschnitten.

Patienten profitieren von unterschiedlichen Therapien, wie der psychosomatischen und psychotherapeutischen Betreuung, Physiotherapie, Sport-, Kreativ- und Ergotherapie sowie Yoga und anderen Entspannungsmethoden. Nach einem Klinikaufenthalt wegen Stresssymptomen ist oft eine ambulante Weiterbehandlung empfehlenswert.

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