01.05.2020

Ohne Zeitverlust in die Reha

Am Standort Plau am See bilden das MEDICLIN Krankenhaus, das MEDICLIN Reha-Zentrum und ein Medizinisches Versorgungszentrum eine medizinisch-konzeptionelle Einheit. Wie Patienten davon profitieren, zeigt das Beispiel der Behandlung von Patienten nach einem Schlaganfall.

In der sogenannten Stroke Unit des Krankenhauses, einer spezialisierten Schlaganfall-Station, werden Patienten zur Erstversorgung nach einem Schlaganfall eingeliefert. Hier geht es vor allem darum, lebenswichtige Körperfunktionen wie Atmung und Kreislauf zu sichern und mögliche Blutgerinnsel im Gehirn aufzulösen. Es gilt: „Zeit ist Hirn“.

Je früher und intensiver danach die neurologische Reha beginnt, desto eher können die Auswirkungen des Schlaganfalls begrenzt werden. Deshalb ist eine Klinik für die sogenannte Frührehabilitation Phase B an den akut- und intensivmedizinischen Bereich des MEDICLIN Krankenhauses angegliedert. Dort wird der Schlaganfallpatient unter Intensivbedingungen weiterbehandelt. Bei Komplikationen kann rasch reagiert werden. Gleichzeitig beginnt ein Team von Ärzten, Pflegekräften, Psychologen, Logopäden, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten und Sozialarbeitern bereits damit, die verbliebenen Gehirnfunktionen zu unterstützen.

Kurze Wege, schnelle Abstimmung

Wenn der Gesundheitszustand des Patienten stabil genug für eine weitergehende Rehabilitation ist, kann diese in Plau am See ohne Zeitverlust im direkt angeschlossenen Reha-Zentrum beginnen. Für den Patienten bedeutet das nicht nur kurze Wege. Die enge Verknüpfung der Akut- und Rehaeinrichtung hat weitere Vorteile: Die Reha-Ärzte können die ersten Schritte der Reha bereits am Krankenbett in der Akutstation planen, alle beteiligten Mediziner können sich schnell abstimmen und durchgängige medizinische Standards vom Akutbereich bis zur Rehabilitation sind gewährleistet.

In der Reha wird der Patient dabei unterstützt, Alltagsfähigkeiten wieder zu erlernen:

  • selbstständig essen
  • sich anziehen
  • Sprach-, Bewegungs- oder Schluckstörungen mindern

Ziel ist eine größtmögliche Selbstständigkeit und wenn möglich die Rückkehr nach Hause. Der Sozialdienst organisiert die Nachsorge und leistet Hilfestellung bei Fragen zu Schwerbehindertenausweis, Pflegestufen, häuslicher Krankenpflege und Hilfsmittelversorgung.
Während der Reha stehen, wenn notwendig, weiterhin die umfangreichen Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten des Krankenhauses zur Verfügung. Nach der Entlassung aus der Rehabilitationsklinik bekommt der Patient bei Bedarf direkt einen Termin zur ambulanten Nachsorge im MVZ.

Unsere vernetzten Einrichtungen in Plau am See