Aphasie – Sprachstörungen nach einer Hirnschädigung

Eine Aphasie beeinträchtigt das Sprechen, Verstehen, Lesen und Schreiben. Häufigste Ursache ist ein Schlaganfall oder eine andere Schädigung des Gehirns. Helfen können spezialisierte Aphasie-Therapien, der Austausch mit anderen Betroffenen sowie ein verständnisvolles Umfeld.

Was ist eine Aphasie?

Der Begriff Aphasie bedeutet wörtlich übersetzt „Sprachverlust“. Medizinisch versteht man darunter eine durch Krankheit erworbene Sprachstörung.

Ursache einer Aphasie ist immer eine Erkrankung des Gehirns. Eine Aphasie wird meist durch einen Schlaganfall verursacht, der häufig ohne Ankündigung und sehr plötzlich auftritt. In Deutschland betrifft dieser pro Jahr ca. 270.000 Menschen, 80 Prozent davon sind älter als 60 Jahre. In den ersten Tagen nach einem Schlaganfall sind ca. 40 Prozent aller Patient*innen aphasisch. Mehr als die Hälfte der Betroffenen hat eine schwere Aphasie. Bei etwa einem Drittel der Patient*innen mit initialer Aphasie normalisieren sich die Sprachfunktionen in den ersten vier Wochen weitgehend, danach flacht die Kurve der Spontanrückbildung zunehmend ab.

In Deutschland erkranken jährlich über 25.000 Menschen neu an einer Aphasie. Die Prävalenz (Gesamtzahl zu jedem Zeitpunkt) zerebrovaskulär bedingter Aphasien in Deutschland wird abhängig von der Ursache auf ca. 85.000 bis100.000 geschätzt.

Ursachen für eine Aphasie

Eine Aphasie tritt nach Schädigungen oder Erkrankungen des Gehirns auf wie z.B.

  • Schlaganfall (verursacht 80 Prozent der Aphasien)
  • Schädel-Hirn-Trauma
  • Tumoren
  • Hirnblutungen
  • Entzündungen
  • weiteren Erkrankungen des zentralen Nervensystems

Eine Aphasie tritt meist sehr plötzlich ein mit der Folge, dass der*die Betroffene sich nicht mehr in gewohnter Weise mit seiner*ihrer Umgebung austauschen kann.

Aphasiker*innen fehlt krankheitsbedingt der Zugriff auf die sprachgebundenen Fertigkeiten. Damit fällt es schwer, mit der eigenen Sprache umzugehen. Aphasiker*innen haben Schwierigkeiten mit dem

  • Sprechen,
  • Verstehen,
  • Lesen
  • Schreiben.

Aphasien sind Störungen des gesamten Sprachsystems. D.h. dass alle Facetten der Sprache – Gehörtes verstehen, Gelesenes verstehen, Gedanken aussprechen und Gedanken aufschreiben – in unterschiedlicher Ausprägung betroffen sein können.

Bei einer Aphasie ist die Kommunikationsfähigkeit in unterschiedlicher Ausprägung gestört. Sonstige geistige Fähigkeiten, insbesondere die Intelligenz, sind in der Regel nicht beeinträchtigt.

In manchen Fällen kommt es neben einer Aphasie auch zu einer Störung der Gedächtnis-, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsleistungen. Daher umfasst die spezielle Sprachtherapie der Aphasie immer auch eine neuropsychologische Betreuung.

Hauptziel der Sprachtherapie ist, dem*der von einer Aphasie Betroffenen wieder eine Kommunikationsbasis zu geben, die trotz Aphasie ein Leben in der Gemeinschaft ermöglicht, sei es in der Familie, im Freundeskreis oder beruflichen Umfeld.

Dabei werden in der intensiven Sprachtherapie zunächst Verbesserungen im Sprechen, Verstehen, Lesen oder Schreiben angestrebt. Für den Erfolg wichtig ist dabei nicht nur eine Zusammenarbeit von Betroffenen und Sprachtherapeuten sondern häufig auch die Einbeziehung der Angehörigen.

Wie äußert sich eine Aphasie?

Je nach Art und Läsionsort der Schädigung unterscheidet sich eine Aphasie in ihren spezifischen Merkmalen (Symptomen) und in ihrem Schweregrad. Eine Aphasie ist in der Regel eine multimodale sprachliche Störung, d. h. Patient*innen mit Aphasie weisen zumindest in der akuten Phase der Erkrankung nicht nur Defizite beim Sprechen sondern häufig auch beim Lesen, Schreiben und Sprachverständnis auf. In seltenen Fällen kann es auch zu Monophasien kommen. Patient*innen zeigen dann isolierte Störungen in nur einer sprachlichen Modalität.

Die jeweils gestörten Modalitäten der Sprache können sich bei einer Aphasie sehr unterschiedlich äußern. Typisch sind Schwierigkeiten

  • des Sprachverständnis
  • der Wortfindung
  • der grammatikalischen Verarbeitung
  • der lautlichen Verarbeitung
  • des Lese-Sinn-Verständnis
  • des Schreiben

Betroffene suchen oft beim Sprechen nach den passenden Begriffen. Der Redefluss wirkt dadurch häufig stockend. Begriffe werden fehlerhaft verwendet, wodurch das Gesprochene für andere unverständlich werden kann.

Die häufigste Ursache einer Aphasie ist ein Schlaganfall. Entsprechend treten Aphasien meist nicht isoliert sondern zusammen mit anderen neurologischen Störungen auf.

Dazu gehören:

  • Sprechapraxie (Störung der sprechmotorischen Programms)
  • Dysarthrie (Artikulationsstörung)
  • Dysphagie (Schluckstörungen)
  • Apraxie (Störungen von Bewegungsabfolgen)
  • Akalkulie (Einschränkungen bei der Verarbeitung von Zahlen)
  • Hemianopsie (teilweise Einschränkungen des Gesichtsfelds/“Halbseitenblindheit“)
  • halbseitige Lähmung
  • Sensibilitätsstörungen
  • Krampfanfälle (epileptische Anfälle)
  • Gedächtnisstörungen
  • Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen
  • Orientierungsstörungen
  • Gefühlsschwankungen mit depressiver Verstimmung, Reizbarkeit oder auch Ängsten

Formen der Aphasie

Um bei einer Aphasie die Vielzahl möglicher sprachlicher Symptome im klinischen Alltag besser einordnen und behandeln zu können, werden bestimmte sprachliche Symptome zu Bündeln (Syndromen) zusammengefasst.

Am häufigsten finden sich die folgenden vier Standardsyndrome der Aphasie:

Globale Aphasie

Die Globale Aphasie ist die schwerste Form einer Aphasie. Die Betroffenen können kaum oder gar nicht sprechen. Die Störung beeinträchtigt ebenso das Sprachverständnis und in der Regel auch die Fähigkeit zum Lesen und Schreiben.

Broca-Aphasie (motorische Aphasie)

Bei der Broca-Aphasie können die Betroffenen nicht flüssig sprechen und keine kompletten Sätze bilden. Typisch ist ein sogenannter „Telegrammstil“ der Sprache. Das Sprachverständnis ist dagegen in der Regel weitgehend ungestört.


Wernicke-Aphasie

Bei der Wernicke-Aphasie ist der Redefluss gut erhalten, manchmal sogar gesteigert. Dagegen ist das Sprachverständnis und häufig auch das Störungsbewusstsein für die Sprachstörung stärker beeinträchtigt. Die Betroffenen verstehen häufig auch einfache Wörter nicht. Das bedeutet, sie können zwar flüssig sprechen, das Gesprochene aber nicht mit Inhalt füllen.


Amnestische Aphasie

Patient*innen mit Amnestischer Aphasie zeigen oft nur leichte Defizite. Hauptsymptom sind Wortfindungsstörungen. Die Betroffenen zeigen ein gutes Störungsbewusstsein und versuchen Fehler zu korrigieren. Häufig werden Statthalterwörter wie „Ding“, „das da“ oder „es“ verwendet.

Keine Aphasie ist wie die andere

Grundsätzlich ist jedoch jede Aphasie individuell, d.h. anders ausgeprägt. Im klinischen und therapeutischen Alltag ist daher nicht allein das Syndrom entscheidend, sondern vielmehr die Art und Weise, wie und wieweit die Symptome der Sprachstörung die Betroffenen bzw. die Kommunikationsfähigkeit beeinträchtigen.

Beurteilt wird dabei etwa:

  • Handelt es sich um eine ´flüssige´ (Sprache ist zwar korrekt, aber häufig inhaltsleer) oder eine ´nichtflüssige´ (Sprache ist eher stockend) Aphasie?
  • Wie inhaltsreich oder -leer ist das Gesagte oder Geschriebene?
  • Wie stark ist eine Störung des Sprachverständnisses ausgeprägt?
  • Gibt es Wortfindungsstörungen?
  • Sind Grammatik, Sprachlaute und der Satzbau beeinträchtigt?
  • Wie stark ist die alltägliche Kommunikationsfähigkeit eingeschränkt?
  • Ist gegebenenfalls eine Kommunikation mit Hilfe von Gesten, Mimik oder Hilfsmitteln wie Büchern, Tablet und Smartphone möglich?

Diagnose einer Aphasie

Im Rahmen der neurolinguistischen/logopädischen und neuropsychologischen Diagnostik werden die folgenden Bereiche der Sprachfunktion untersucht:

  • Lautstruktur (Phonologie)
  • Wortgestalt (Morphologie)
  • Satzbau (Syntax)
  • Wort- und Satzbedeutung (Semantik)
  • Sprachverständnis
  • Störungen des Lesens (Dyslexie)
  • Störungen des Schreibens (Dysgraphie)
  • Störungen von Sprechbewegungen (Sprechapraxien)
  • Störungen der Artikulation, der Stimmgebung und der Sprechatmung (Dysarthrophonie)


Zudem werden mögliche zusätzliche Einschränkungen folgender Bereiche erfasst:

  • Konzentration und Aufmerksamkeit
  • Orientierung
  • Gedächtnis
  • Auditive und visuelle Wahrnehmung
  • Räumlich-konstruktive Störungen
  • Handlungsplanung
  • Rechenfähigkeit
  • Antrieb und psychomotorisches Tempo
  • Stimmung und Affektivität

Therapie: So wird eine Aphasie behandelt

Ziel der Aphasietherapie ist es, die Kommunikationsfähigkeit so gut es geht zu verbessern und vorhandene Fähigkeiten zu fördern.

Nach wissenschaftlichen Studien gilt auch für die Aphasietherapie: Je intensiver die Behandlung, desto effektiver ist das Ergebnis. Gerade in der akuten und subakuten Phase einer Aphasie hat sich gezeigt, dass vor allem eine intensive Sprachtherapie (IST) die Kommunikationsfähigkeit verbessern kann. Aber auch im Krankheitsverlauf, d.h. zu einem späteren Zeitpunkt, sind durch ein ausreichend intensives Training Besserungen der Symptome einer Aphasie möglich.

Sprach- und Sprechtherapie sind jedoch nur dann wirksam, wenn wesentliche Faktoren der Wirksamkeit in einem mehrdimensionalen Behandlungskonzept zusammenfließen.

Eine intensive Sprachtherapie (IST) erfolgt daher vorzugsweise im Rahmen einer Rehabilitationsmaßnahme  – in einer neurologischen Fachklinik (stationär oder teilstationär). Vorteil dabei ist, dass neben der intensiven Sprachtherapie die häufig vorhandenen neurologischen Begleitsymptome mitbehandelt werden können.

Die Rehabilitationsbehandlung der Aphasien kann  folgende Therapiemodule umfassen:

  • Sprachtherapie (Logopädie und/oder Linguistik) inkl. computerunterstützte Sprachtherapie
  • Neuropsychologische Therapie (zur Verbesserung u. a. von Aufmerksamkeit und Gedächtnis)
  • Physiotherapie (bei Lähmungen und Bewegungseinschränkungen)
  • Ergotherapie (Übungen zum Wiedererlernen von Alltagsfähigkeiten)
  • Physikalische Therapien (Elektrotherapie, Massage, Bäder)

Die Aphasie-Therapien finden in der Regel in Einzel- und Gruppentherapien statt. Ein wesentliches Ziel ist dabei, Aphasiker*innen wieder in die Lage zu versetzen, trotz eventueller Einschränkungen wieder möglichst selbstständig im Alltag zurechtzukommen. Im hierzu beispielsweise durchgeführten Real Life-Training können die Betroffenen lernen, während der Behandlung eingeübte Kommunikationsmuster in einer realen Alltagssituation anzuwenden (z.B. beim Einkaufen).


Wichtig ist immer, ein verständnisvolles Umfeld der Betroffenen zu fördern, um die ansonsten wirksamen natürlichen Sprach- und Sprechängste abbauen zu können.
Dabei ist es hilfreich, wenn auch die Angehörigen frühzeitig in die Therapien eingebunden werden und durch Beratungen und Seminare das Verständnis für die Störung gefördert wird.

Tipps zum Umgang mit Aphasiker*innen

  • Behandeln Sie den oder die Aphasiker*in als Gesprächspartner auf Augenhöhe.
  • Nehmen Sie der aphasischen Person „nicht das Wort aus dem Mund“
  • Sprechen Sie nicht über sie*ihn, sondern mit ihr*ihm.
  • Sprechen Sie in normaler Sprache und in einfachen Sätzen.
  • Sprechen Sie langsam, klar und deutlich.
  • Insbesondere bei den ausgeprägten Formen einer Aphasie versuchen Sie Fragen vorzugsweise so zu formulieren, dass sie mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden können.
  • Korrigieren Sie nicht.
  • Halten Sie Blickkontakt.
  • Setzen Sie alle Mittel der Kommunikation ein: Gesten und Mimik, zeichnen oder schreiben Sie, wenn nötig, zeigen auf Gegenstände oder Abbildungen und motivieren gegebenenfalls auch den*die Betroffene*n ebenfalls dazu.
  • Warten Sie geduldig auf eine Antwort.
  • Sorgen Sie im Gespräch für eine ruhige Umgebung und schalten Sie störende Geräuschquellen wie Radio oder TV möglichst aus.
  • Wenn der*die Betroffene in einem Satz nicht weiterkommt, drängen Sie nicht. Gegebenenfalls ist es auch hilfreich, zunächst das Thema zu wechseln. Ein erneuter späterer Versuch ist oft erfolgreich.
  • Manche Betroffene sind leichter gereizt oder haben Gefühlsschwankungen. Hierbei handelt es sich um häufige Begleitsymptome der Grunderkrankung. Versuchen Sie dennoch verständnisvoll und geduldig zu sein.

Selbsthilfe

Vielen Aphasiker*innen und ihren Angehörigen hilft der Austausch mit anderen Betroffenen, wir er beispielsweise in Selbsthilfegruppen möglich ist. Auf der Internetseite des Bundesverbands Aphasie finden Betroffene und Angehörige umfassende Informationen zum Umgang mit der Erkrankung und Kontakte zu Beratungsstellen: https://aphasiker.de/

„Sich nicht zurückziehen und nicht entmutigen lassen“

Interview mit Dr. med. Alfons Meyer, Chefarzt der Fachklinik für neurologische Rehabilitation, MEDICLIN Klinikum Soltau

Welche Störungen sind bei einer Aphasie typisch?

Bei einer Aphasie ist die Fähigkeit zur sprachgebundenen Kommunikation gestört. Gerade in der akuten Erkrankungsphase müssen die Betroffenen erleben, dass sie nur noch eingeschränkt oder nicht mehr in der Lage sind, ihre Gedanken in Worte zu fassen. Ebenso sind gehörte Worte, d.h. verbale Äußerungen anderer, häufig unverständlich. Auch Versuche sich schriftlich zu äußern sind nicht selten zunächst erfolglos.

Typische Störungen einer Aphasie sind somit Störungen beim Sprechen, Verstehen, Lesen und Schreiben.

Was ist besonders belastend für die Betroffenen?

Die Gedanken im Kopf zu haben und obwohl alle geistigen Fähigkeiten und das Wissen vorhanden sind, sie nicht in Sprache ausdrücken zu können, ist für die Betroffenen meist besonders belastend. Auch deshalb, weil es nicht selten als Folge hat, dass Aphasiker*innen von ihrer Umwelt gemieden werden und vereinsamen.

Was kann Patient*innen helfen?

Neben den spezifischen Therapien sollte man immer versuchen, im Gespräch in kurzen und einfachen Sätzen zu sprechen und schwierige Wörter (z.B. Fremdwörter) zu vermeiden. Hilfreich ist zudem, im Gespräch ausreichend langsam zu sprechen und geduldig zu sein, auch wenn der Redefluss des*der Aphasiker*in ins Stocken geraten ist. Menschen mit einer Aphasie brauchen häufig mehr Zeit um Gesprächsinhalte zu erfassen.

Wie finden Betroffene oder Angehörige eine geeignete Therapie?

Die Behandlung von Aphasien erfolgt durch Logopäden oder klinische Linguisten (klinische Sprechwissenschaftler). Neben den ambulanten oder stationären Behandlungen in einer neurologischen Rehabilitationsklinik ist eine Behandlung auch in geeigneten Therapiezentren oder bei niedergelassenen Logopäd*innen möglich.

Was kann man als Aphasiker*in selbst tun, um besser mit der Situation zurechtzukommen?

Auch wenn die Worte nicht so zur Verfügung stehen wie gewohnt, sollte man als Aphasiker*in sich nicht vor Kontakten mit anderen Menschen scheuen. Eine Besserung der Kommunikationsfähigkeit erfolgt – ebenso wie bei sonstigen neurologischen Störungen auch – durch Mechanismen, die man unter dem Begriff Neuroplastizität zusammenfasst. Darunter versteht man die „Um- bzw. Neuprogrammierung“ geschädigter Hirnareale. Voraussetzung dafür ist eine adäquate Anforderung an das Gehirn. Im Falle einer Aphasie ist dies die Kommunikation. Bedeutet für den Alltag, sich nicht zurückziehen und nicht entmutigen lassen, sondern trotz Aphasie den Kontakt und die Nähe zu anderen halten und Kommunikation immer wieder aufs Neue versuchen.

Spezialisierte Aphasie-Therapie bei MEDICLIN

Aphasie-Behandlungskonzept im MEDICLIN Klinikum Soltau

Aphasie-Behandlungskonzept im MEDICLIN Klinikum Soltau

Seit 1991 werden im MEDICLIN Klinikum Soltau Aphasiker*innen im Rahmen eines speziellen Aphasie-Konzeptes behandelt. Nach der Aufnahmeuntersuchung konzentrieren sich die Ärzt*innen und klinischen Linguisten bzw. Logopäden sowie Neuropsychologen auf die sprachlichen und kognitiven Fähigkeiten der Patient*innen. Eine Differenzialdiagnose zeigt mögliche neuropsychologische Leistungsbeschränkungen auf. Diese Diagnose bildet die Basis für eine individuelle Therapie bei Aphasie.

Das Behandlungskonzept basiert auf neurolinguistischen und neuropsychologischen Methoden. Die Patient*innen werden in der Regel mindestens vier Wochen im Rahmen des Aphasie-Konzeptes behandelt.

Die Behandlung selbst erfolgt in Einzel- und Gruppentherapien ergänzt durch eine sogenannte Real-Life-Therapie. Ein weiterer Behandlungsbaustein sind Gesprächstherapien in der Kleingruppe zur Krankheitsverarbeitung. Auch Angehörige finden im MEDICLIN Klinikum Soltau Unterstützung und Beratung (inklusive einem regelmäßigen Informationstag für Angehörige).

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Therapie bei Langzeit-Aphasie: Sprachkur im MEDICLIN Reha-Zentrum Roter Hügel

Therapie bei Langzeit-Aphasie: Sprachkur im MEDICLIN Reha-Zentrum Roter Hügel

Für viele Aphasie-Patient*innen ist die Therapie schon nach wenigen Monaten zu Ende. Wissenschaftliche Studien zeigen jedoch, dass auch Jahre nach dem Beginn der Aphasie deutliche Verbesserungen der Sprache möglich sind. Deshalb bietet das MEDICLIN Reha-Zentrum Roter Hügel eine spezielle logopädische Intensivbehandlung für Patient*innen mit chronischer Aphasie an
 

  • Diese sogenannte ´Sprachkur´ umfasst unter anderem:
  • wöchentlich zehn logopädische Einzeltherapien
  • drei bis fünf Gruppentherapien in der Woche
  • bis zu zehn Computertherapien
  • klassische Massage
  • gruppentherapeutische Angebote wie Qi Gong, Nordic Walking und Wassergymnastik


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