20.11.2019

Herz und Hirn gemeinsam im Fokus

In der MEDICLIN Fachklinik Rhein/Ruhr gibt es eine Herz- und Hirn-Station, in der Patienten gleichzeitig kardiologisch und neurologisch betreut werden. Dieses interdisziplinäre Rehabilitationskonzept ist bundesweit einzigartig.

Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Stoffwechselerkrankungen und Rauchen können zu Gefäßerkrankungen wie Arteriosklerose und zu Schäden der Endorgane führen. Häufigste Komplikationen sind Durchblutungsstörungen des Gehirns oder des Herzens: Schlaganfall oder Herzinfarkt. Oft leiden die Patienten auch an beiden Erkrankungen und brauchen eine fachärztliche Betreuung.

„Zusätzlich wird das Gehirn durch Sauerstoffmangel nach Herzstillständen oder Herzoperationen mitgeschädigt“, berichtet Prof. Dr. Roger Marx, Chefarzt der Kardiologie. „Bei mehr als 30 Prozent der Schlaganfallpatienten findet man eine noch nicht behandelte Herzerkrankung wie Rhythmusstörungen oder Herzleistungseinschränkungen“, sagt Professor Mario Siebler, Chefarzt Neurologie in der MEDICLIN Fachklinik Rhein/Ruhr.

Verbesserte Reha dank Herz- und Hirn-Station

Auf der Herz- und Hirn-Station werden die Patienten durch Ärzte und Therapeuten beider Fachbereiche untersucht und deren Rehabilitationsbedarf analysiert.

  • Die Ärzte nehmen die Visiten gemeinsam vor und diskutieren den Patientenbefund.
  • Aufbauend auf den individuellen Fähigkeiten der Patienten entwickeln Ärzte und Therapeuten einen entsprechend angepassten Rehabilitationsplan.
  • Nach Adaption werden die Patienten in den jeweiligen Fachabteilungen, entsprechend dem Schwerpunkt der Teilhabestörung weiter betreut.

„Dieser neue Organisationsprozess führte bereits in der Pilotphase zu einer schnelleren Befunderhebung und damit zu einer verringerten Komplikationsrate sowie einer insgesamt verbesserten medizinischen Rehabilitation“, unterstreicht Professor Dr. Roger Marx. Hier können erstmalig medizinisches Behandlungskonzept und rehabilitativer Therapiebedarf individuell angepasst werden. Aufgrund der Nachfrage wurde die Bettenzahl daher bereits von acht auf 16 Plätze erweitert

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