Geriatrie: Gesundheit im Alter

10 Fragen zu Geriatrie

Wir beantworten die zehn wichtigsten Patientenfragen zum Thema Geriatrie.

1. Was ist Geriatrie?

Die Geriatrie ist ein Spezialgebiet der Medizin, das sich mit den Erkrankungen und deren Besonderheiten bei älteren Menschen beschäftigt. Typische Funktionsstörungen im Alter sind die vier geriatrischen Is:

  • intellektueller Abbau
  • Immobilität
  • Instabilität
  • Inkontinenz

Eine geriatrische Behandlung kann im Krankenhaus, in einer geriatrischen Reha-Einrichtung oder zu Hause erfolgen.

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2. Wie unterscheidet sich die geriatrische Rehabilitation von anderen Rehabilitationen?

Das Konzept der Altersmedizin ist interdisziplinär, da im Alter oft mehrere Krankheiten gleichzeitig auftreten. Die Multimorbidität erfordert Spezialkenntnisse, die über die Grenzen der einzelnen medizinischen Fachgebiete hinausgehen. In geriatrischen Teams arbeiten, meist unter internistischer Leitung, Pflegekräfte, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Psychologen und Sozialarbeiter.

3. Wann ist eine geriatrische Reha die richtige Wahl?

In der Regel sind geriatrische Patienten 70 Jahre oder älter, das Alter allein ist aber nicht entscheidend. Auch multimorbide (mehrfach kranke) 60-Jährige können eine geriatrische Reha in Anspruch nehmen.

4. Welche Rolle spielen die Angehörigen bei der geriatrischen Reha?

Angehörige spielen sowohl bei der Beantragung einer geriatrischen Reha als auch bei der Therapie eine wichtige Rolle. Sie unterstützen den Patienten und sollten auch während der Reha in die Entscheidungsprozesse und die Therapie einbezogen werden.

5. Welcher Arzt ist der richtige Ansprechpartner für die geriatrische Reha?

Ärzte mit der Zusatzbezeichnung oder dem Schwerpunkt Geriatrie, dies sind meist Internisten oder Allgemeinärzte.  Nicht alle Hausärzte kennen die geriatrische Reha. Sie können sich auch direkt bei einem Reha-Zentrum informieren.

6. Welche Ziele hat die geriatrische Reha?
  • Verbesserung der Lebensqualität
  • Wiedererlangen bzw. Verbessern von Alltagsfunktionen
  • Selbstständigkeit weitgehend erhalten
  • Pflegebedürftigkeit verhindern
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7. Welche Erkrankungen sind in der Geriatrie häufig?
  • Herz-Kreislauf-Erkrankung
  • Muskuloskelettale Erkrankungen und Stürze
  • Diabetes
  • Übergewicht
  • Krebserkrankungen
  • Demenzen
  • Harninkontinenz
  • Depressionen
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8. Wie lange dauert eine geriatrische Reha?

Es besteht ein gesetzlicher Anspruch auf dreiwöchige Rehabilitation. Darüber hinaus kann mit Zustimmung der Krankenkasse eine Verlängerung vorgenommen werden.

9. Wer stellt den Antrag auf eine geriatrische Reha?

Oft schließt die geriatrische Reha an einen Klinikaufenthalt an. Dann stellt der Klinikarzt oder Sozialdienst den Antrag. Der Hausarzt kann nur dann eine geriatrische Reha verordnen, wenn er eine entsprechende Zusatzausbildung abgeschlossen hat.

10. Wie läuft die geriatrische Behandlung ab?

Bei der Aufnahme wird mittels „geriatrischen Assessments“ der physische, kognitive und soziale Zustand des Patienten ermittelt, z. B.:

  • Wie sind Gleichgewichtssinn und Gehfähigkeit?
  • Wie sind die Merkfähigkeit und die Sprachfähigkeit?
  • Hat der Patient Hilfen im sozialen Umfeld?

Die festgestellten Probleme werden dann gezielt therapiert. Ein wichtiger Punkt dabei ist der Aufbau von Mobilität. Stürze sind eine typische Alterserscheinung, dem Selbstständigen Gehen und der Sturzprävention wird daher besondere Aufmerksamkeit gewidmet.

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