Zur Risikominimierung in der Koronarchirurgie nimmt die OPCAB-Methode (Narkose bei Bypass-Operationen am schlagenden Herzen ohne Herz-Lungen-Maschine) ständig an Bedeutung zu. So wird in unserer Klinik ein hoher Anteil der Bypass-Operationen auf diese Art durchgeführt. Somit verringern sich die potentiell schädlichen Auswirkungen der extrakorporalen Zirkulation wie z. B. Gerinnungsstörungen, Hämolyse, systemische Entzündungsreaktionen (SIRS) und neurologische Defizite.
Optimales Zusammenspiel zwischen Anästhesisten und Chirurgen
Die Sicherung der hämodynamischen Stabilität ist von größter Bedeutung und die Aufrechterhaltung des Gleichgewichts zwischen Vorlast, Inotropie und Nachlast erfordert ein optimales Zusammenspiel zwischen Anästhesisten und Chirurgen. Aufgrund des Luxierens des Herzens nimmt das Schlagvolumen und demzufolge das Herzzeitvolumen und der Perfusionsdruck ab.
Durch die Auswahl der Narkotika und reichlich Volumensubstitution ist die Herzfrequenz normalerweise gut zu kontrollieren und die Füllungsdrücke bleiben im oberen Normbereich. Zur Hypothermieprophylaxe werden warme Infusionen, konvektive Aufwärmsysteme und eine erhöhte Raumtemperatur eingesetzt.
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