"Als Intensivschwester muss ich immer präsent sein und in engem Kontakt zu den Ärzten stehen"
Frau Zimmermann, was ist für Sie das Besondere an der Arbeit als Intensivschwester?
> Auf der Intensivstation steht zunächst einmal die Stabilisierung des Patienten im Vordergrund. Als Intensivschwester ist es daher meine Aufgabe, den Patienten und die angeschlossenen Apparate kontinuierlich zu überwachen, Medikamente zu verabreichen, Werte abzulesen, Wechsel durchzuführen oder Blut abzunehmen. Ich betreue zwei bis drei Menschen direkt auf der Intensivstation und bin fast den ganzen Tag über in den Patientenzimmern. Als Intensivschwester muss ich immer präsent und besonders aufmerksam sein. Nach einer Operation kann es zu Herzrhythmusstörungen kommen, manchmal muss auch reanimiert werden. Oder ein Patient muss erst stabilisiert werden, bevor er operiert werden kann. Dafür sind wir auch zuständig.
Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit den behandelnden Ärzten und den Kollegen?
> Der Kontakt zu den Ärzten auf der Intensivstation ist sicher enger und findet häufiger statt als auf einer normalen Station. Ich bin fast immer bei der morgendlichen Visite dabei und kann hier bei Unklarheiten nachfragen. Treten außerhalb der Visite Fragen auf, ist das auch kein Problem, da auf einer Intensivstation immer ein Arzt anwesend ist. Auch unter den Pflegekräften ist Teamwork angesagt: Manchmal lässt sich ein Patient gar nicht allein versorgen und man braucht Hilfe, zum Beispiel bei der Körperpflege oder bei der Mobilisation. Das geht allein gar nicht.
Sie absolvieren derzeit zusammen mit sechs Kollegen aus der Klinik eine zweijährige Intensiv- und Anästhesie-Fachweiterbildung. Wie ist es dazu gekommen?
> Hier im MediClin Herzzentrum Lahr wird uns ein gutes Weiterbildungsprogramm geboten, an dem auch zahlreiche Kollegen teilnehmen. In meinem Fall kam unsere Personalreferentin direkt auf mich zu und bot mir diesen Kurs an. Zuvor hatte ich bereits einen einjährigen internen Pflegequalifikationskurs absolviert, der jedes Jahr von bis zu fünfzehn Mitarbeitern genutzt wird. In anderen Häusern machen Kollegen die zweijährige Weiterbildung nebenberuflich, während ihrer Freizeit oder im Urlaub. Oder sie gehen nach dem Nachtdienst noch zum Unterricht. Das ist sicher nicht einfach. Hier im Herzzentrum hat man bessere Möglichkeiten, sich weiterzubilden.
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